januar 29

Arbeitstage im Monat: So berechnest Du sie korrekt

Wie viele Arbeitstage hat ein Monat im Schnitt? Die Antwort für die Schweiz ist schnell gefunden: In der Personalplanung rechnest Du standardmässig mit 21,75 Arbeitstagen pro Monat. Diese Zahl ist mehr als nur eine Schätzung – sie ist die verlässliche Basis für Lohnabrechnungen, Kapazitätsplanung und Projektkalkulationen.

Warum ein fester Durchschnittswert so wichtig ist

Vielleicht fragst Du Dich, warum man nicht einfach die Tage des aktuellen Monats zählt. Die Antwort liegt in zwei Worten: Planbarkeit og Fairness.

Die tatsächliche Anzahl der Arbeitstage pro Monat schwankt nämlich erheblich. Ein Februar hat weniger Tage als ein März, und Feiertage verteilen sich ungleichmässig über das Jahr. Ein fester Durchschnittswert schafft hier eine stabile und vor allem vergleichbare Grundlage für alle Monate. Ohne diesen Standard wäre jede monatliche Lohnabrechnung und jede Ressourcenplanung ein administratives Glücksspiel.

Dieser Durchschnitt ist übrigens kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer klaren Berechnungsmethode, die sich in der Schweizer HR-Praxis durchgesetzt hat.

Die Berechnung hinter den 21,75 Tagen

Die Logik ist einfach: Man nimmt die Gesamtzahl der potenziellen Arbeitstage eines Jahres und teilt sie durch die zwölf Monate. Das sorgt für einen fairen Ausgleich zwischen den kurzen und langen Monaten.

Hier sind die zwei gängigsten Methoden im Überblick:

Durchschnittliche arbeitstage pro monat im überblick
Diese Tabelle zeigt die zwei gängigsten Methoden zur Berechnung der durchschnittlichen monatlichen Arbeitstage in der Schweiz und das Ergebnis jeder Methode.

Berechnungsmethode Formel Ergebnis (Arbeitstage/Monat)
Methode 1 (Kalendertage) (365 Tage – 104 Wochenendtage) / 12 Monate 21,75
Methode 2 (Wochenbasis) (52 Wochen * 5 Arbeitstage) / 12 Monate 21,67

Wie Du siehst, führen beide Wege zu einem sehr ähnlichen Ergebnis. Der Wert von 21,75 hat sich jedoch als der gängigere Standard etabliert und wird von den meisten Lohnbuchhaltungssystemen und Planungs-Tools verwendet.

Die Schwankungen im Detail

Ein kurzer Blick auf den Kalender genügt, um zu sehen, wie gross die realen Unterschiede von Monat zu Monat sein können. In der Praxis kann ein Monat zwischen 19 und 23 Arbeitstage haben.

Diese Abweichung mag auf den ersten Blick klein wirken, hat aber direkte und spürbare Auswirkungen auf den Betriebsalltag.

Ein praktisches Beispiel: Ein einzelner Arbeitstag mehr oder weniger kann die Lohnabrechnung für Stundenlöhner, die Projektplanung und die Personalressourcen spürbar beeinflussen. Eine pauschale Annahme ohne genaue Prüfung führt oft zu Fehlern.

Folgende Faktoren verursachen diese monatlichen Schwankungen:

  • Monatslänge: Ein Monat hat 28, 29, 30 oder 31 Tage. Allein das sorgt schon für eine unterschiedliche Basis.
  • Wochenenden: Je nachdem, an welchem Wochentag ein Monat beginnt, kann er vier oder fünf Wochenenden umfassen.
  • Feiertage: Nationale und kantonale Feiertage, die auf einen Werktag fallen, reduzieren die Anzahl der Arbeitstage zusätzlich und unregelmässig.

Mit diesem Wissen wird klar, warum ein standardisierter Durchschnitt so wichtig ist. Wenn Du tiefer in die Materie eintauchen und die Bedeutung für die Praxis verstehen willst, findest Du in unserem Hauptartikel weitere Details über die durchschnittlichen Arbeitstage pro Monat.

Die Formel zur Berechnung der Arbeitstage Schritt für Schritt erklärt

Die genaue Anzahl der Arbeitstage im Monat zu ermitteln, ist einfacher, als Du vielleicht denkst. Dafür brauchst Du keine komplexe Software, sondern nur eine klare Formel und die richtigen Daten. Wir führen Dich hier Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess.

Die Grundidee ist einfach: Du startest mit der Gesamtzahl der Tage eines Monats und ziehst alles ab, was kein Arbeitstag ist. Das sind in erster Linie die Wochenenden und natürlich die gesetzlichen Feiertage, die auf einen Werktag fallen.

Schritt 1: Die Basis schaffen

Zuerst nimmst Du die Gesamtzahl der Kalendertage des betreffenden Monats. Diese Zahl variiert zwischen 28 und 31 Tagen. Das ist Dein Ausgangswert, von dem aus Du alle weiteren Berechnungen vornimmst.

Danach zählst Du alle Samstage und Sonntage in diesem Monat. Diese ziehst Du komplett von der Gesamtzahl der Kalendertage ab.

Kalendertage − Anzahl Samstage − Anzahl Sonntage = Potenzielle Arbeitstage

Mit diesem Zwischenergebnis hast Du bereits die Anzahl der reinen Werktage (Montag bis Freitag) ermittelt. Aber die Rechnung ist noch nicht ganz fertig.

Schritt 2: Feiertage korrekt berücksichtigen

Jetzt kommt der entscheidende Teil, der oft zu Fehlern führt: die Feiertage. Du musst nur die Feiertage abziehen, die tatsächlich auf einen Deiner potenziellen Arbeitstage fallen, also auf einen Tag von Montag bis Freitag.

Fällt ein Feiertag wie der 1. August auf einen Sonntag, wird er nicht abgezogen, da dieser Tag ohnehin arbeitsfrei wäre. Das ist ein häufiger Stolperstein.

Diese Infografik zeigt den einfachen Prozess zur Berechnung der finalen Arbeitstage.

Infografik zum Prozess der Berechnung von Arbeitstagen: von Kalendertagen über Wochenenden zu den tatsächlichen Arbeitstagen.

Der Ablauf zeigt, wie aus der Gesamtmenge der Kalendertage durch schrittweises Abziehen der freien Tage die tatsächliche Anzahl der Arbeitstage übrig bleibt.

Ein praktisches Beispiel aus Zürich

Wenden wir die Formel einmal konkret an. Nehmen wir den Mai 2024 im Kanton Zürich.

  1. Kalendertage im Mai: Der Mai hat 31 Tage.
  2. Wochenenden abziehen: Im Mai 2024 gab es 4 Samstage und 4 Sonntage. Du ziehst also 8 Tage ab.
    • 31 Tage − 8 Wochenendtage = 23 potenzielle Arbeitstage
  3. Feiertage prüfen und abziehen: Im Mai 2024 fielen im Kanton Zürich folgende Feiertage auf einen Werktag:
    • Tag der Arbeit: Mittwoch, 1. Mai
    • Auffahrt: Donnerstag, 9. Mai
    • Pfingstmontag: Montag, 20. Mai
    • Das sind 3 Feiertage, die abgezogen werden müssen.
  4. Endergebnis berechnen:
    • 23 potenzielle Arbeitstage − 3 Feiertage = 20 Arbeitstage

Für den Mai 2024 im Kanton Zürich ergeben sich also genau 20 Arbeitstage. Mit dieser einfachen, schrittweisen Methode kannst Du die genaue Anzahl für jeden Monat und jeden Kanton präzise ermitteln.

Kantonale Feiertage: Die grosse Unbekannte in der Schweizer Planung

Wer die Arbeitstage pro Monat für ein Team in der Schweiz berechnet, muss eine Besonderheit unseres Landes verstehen: den Föderalismus in Reinform. Hier geht es nicht nur um nationale Feiertage. Jeder der 26 Kantone hat seine eigenen gesetzlichen Feiertage – und das macht die Personalplanung schnell zur Knacknuss.

Was in Genf als freier Tag gilt, kann in Zürich ein ganz normaler Arbeitstag sein. Das sind keine kleinen Details, sondern Fakten, die direkte Auswirkungen auf die Lohnabrechnung, Projekt-Deadlines und die gesamte Kapazitätsplanung haben. Wer die kantonalen Regeln nicht auf dem Schirm hat, tappt garantiert in die Planungsfalle.

Karte mit stilisierten Regionen und verschiedenen Symbolen wie Glocken, Sternen und einem blauen Wesen.

Warum die kantonalen Unterschiede matchentscheidend sind

Stell Dir ein Projektteam vor, dessen Mitglieder über die ganze Schweiz verteilt sind. Ein Mitarbeiter aus Luzern feiert Fronleichnam, während seine Kollegin aus Bern normal arbeitet. Wenn Du das nicht berücksichtigst, sind falsche Erwartungen und geplatzte Timelines praktisch vorprogrammiert.

Diese kantonalen Eigenheiten beeinflussen die Gesamtzahl der jährlichen Arbeitstage stark. Je nach Kanton kann die Anzahl der freien Tage um bis zu eine ganze Woche schwanken.

Die genaue Kenntnis der Feiertagsregeln am jeweiligen Arbeitsort ist das Fundament für eine faire und gesetzeskonforme Personalverwaltung. Nur so vermeidest Du Lohnfehler und schaffst Transparenz im Team.

Die tatsächliche Arbeitszeit in der Schweiz ist ohnehin schon ein komplexes Thema. Im Jahr 2023 lag die durchschnittliche Wochenarbeitszeit für eine Vollzeitstelle bei 40 Stunden und 12 Minuten. Rechnet man Teilzeitbeschäftigte mit ein, sinkt der Wert auf 35 Stunden und 30 Minuten – ein klarer Beleg für den hohen Teilzeitanteil. Wenn Du mehr über diese Zahlen erfahren willst, liefert watson.ch spannende Einblicke in die Arbeitszeit in der Schweiz. Die kantonalen Feiertage legen da einfach noch eine weitere Schicht Komplexität drauf.

Konkrete Beispiele aus der Praxis

Ein paar Beispiele machen die Unterschiede glasklar:

  • Berchtoldstag (2. Januar): Ein klassischer Feiertag in Kantonen wie Aargau, Bern, Jura, Schaffhausen und Zürich. In Basel-Stadt, Genf oder im Wallis ist es hingegen ein ganz normaler Arbeitstag.
  • Fronleichnam: In katholisch geprägten Kantonen wie Appenzell Innerrhoden, Luzern, Schwyz, Tessin oder Wallis ein wichtiger Feiertag. In protestantischen Kantonen wie Bern oder Zürich wird an diesem Tag gearbeitet.
  • Genfer Bettag (Jeûne genevois): Ein Feiertag, den es so nur im Kanton Genf gibt. Er findet immer am Donnerstag nach dem ersten Sonntag im September statt.

Die goldene Regel lautet also: Für eine korrekte Planung zählt immer der Arbeitsort des Mitarbeitenden, nicht der Firmensitz.

Verlässliche Quellen für Deine Planung

Woher bekommst Du nun verlässliche Informationen, um nicht den Überblick zu verlieren? Die sicherste Anlaufstelle sind immer die offiziellen Webseiten der kantonalen Verwaltungen. Dort findest Du die verbindlichen Feiertagskalender für jedes Jahr.

Noch einfacher geht es mit modernen Workforce-Management-Systemen. Gute Tools haben die Feiertagskalender aller Kantone bereits fixfertig integriert und halten sie automatisch aktuell. Damit wird die Berechnung der Arbeitstage im Monat für jeden Mitarbeitenden – egal wo er sitzt – vom administrativen Albtraum zum Kinderspiel. Das sichert nicht nur die Genauigkeit, sondern spart auch extrem viel Zeit.

Sonderfälle wie teilzeit und schichtarbeit richtig berechnen

Die Standardformel für die Arbeitstage im Monat funktioniert super, solange alle von Montag bis Freitag arbeiten. Aber was ist mit Teilzeitkräften oder dem Schichtbetrieb in der Pflege? Sobald flexible Modelle ins Spiel kommen, stösst die einfache Rechnung an ihre Grenzen.

Hier brauchst Du angepasste Methoden, um Fairness und Korrektheit für alle zu garantieren – egal ob jemand neu anfängt, in Teilzeit arbeitet oder am Wochenende im Einsatz ist.

Illustration einer 3-Tage-Woche und eines rotierenden Schichtplans, die flexible Arbeitsmodelle darstellen.

Teilzeit einfach und fair abrechnen

Bei Teilzeitkräften ist die allgemeine Anzahl der Werktage im Monat völlig irrelevant. Was zählt, sind einzig und allein die vertraglich vereinbarten Arbeitstage. Die Berechnung muss sich also immer am individuellen Arbeitsmuster orientieren.

Stell Dir einen Mitarbeiter vor, der immer nur montags, dienstags und mittwochs arbeitet. In diesem Fall zählst Du für sein Soll auch nur genau diese Wochentage im jeweiligen Monat. Fällt ein Feiertag auf einen Donnerstag, hat das für ihn keine Bedeutung.

Ein gesetzlicher Feiertag, der auf einen seiner regulären freien Tage (z. B. Donnerstag) fällt, hat keinen Einfluss auf seine Sollarbeitszeit. Er profitiert nur dann von einem Feiertag, wenn dieser auf einen seiner fixen Arbeitstage fällt.

Schichtarbeit und Wochenendarbeit berücksichtigen

Im Schichtbetrieb, wie wir ihn aus der Gastronomie oder dem Gesundheitswesen kennen, verliert das Konzept der klassischen Werktage komplett an Bedeutung. Hier wird oft an sieben Tagen die Woche gearbeitet, auch an Wochenenden und Feiertagen.

Für diese Mitarbeitenden sind nicht die Kalendertage entscheidend, sondern die Anzahl der geplanten Schichten gemäss Dienstplan. Die Sollarbeitszeit ergibt sich aus den vertraglich vereinbarten Wochenstunden und dem jeweiligen Schichtrhythmus. Wenn Du tiefer einsteigen willst, wie Du einen soliden Excel-Schichtplan erstellen kannst, findest Du hier eine praktische Anleitung.

  • Praxisbeispiel Schichtarbeit: Eine Pflegefachkraft arbeitet in einem Monat 15 Schichten zu je 8 Stunden. Ihre Sollarbeitszeit beträgt damit 120 Stunden – völlig unabhängig davon, ob diese Schichten auf einen Montag, Sonntag oder Feiertag fielen.

Pro Rata bei Ein- und Austritten

Fangen Mitarbeitende mitten im Monat an oder verlassen das Unternehmen vor Monatsende, muss alles anteilig berechnet werden. Das nennt man die Pro-Rata-Berechnung.

Hierfür zählst Du ganz exakt nur die Arbeitstage vom Eintrittsdatum bis zum Monatsende (oder vom Monatsanfang bis zum Austrittsdatum).

  • Beispiel Eintritt: Eine neue Mitarbeiterin startet am 16. Mai. Der Mai hat in diesem Beispiel insgesamt 22 Arbeitstage.
    • Für sie zählen nur die Arbeitstage vom 16. bis zum 31. Mai. Nehmen wir an, das sind genau 12 Arbeitstage.
    • Ihr Lohn wird anteilig berechnet: (Monatslohn / 22 Arbeitstage) * 12 Arbeitstage.

Diese präzise Vorgehensweise sorgt dafür, dass alle Arbeitsmodelle fair und korrekt abgerechnet werden – und am Ende alle zufrieden sind.

Warum eine genaue Berechnung für Lohn und Planung entscheidend ist

Die exakte Ermittlung der Arbeitstage pro Monat ist viel mehr als trockene Zahlenspielerei. Sie ist das Fundament, auf dem Deine Lohnabrechnung und die gesamte Personaleinsatzplanung stehen. Ein kleiner Fehler an dieser Stelle kann sich schnell zu einem grossen Problem auswachsen.

Stell Dir nur mal vor, Du verrechnest Dich um einen einzigen Tag. Bei einem Mitarbeitenden mit festem Monatslohn fällt das vielleicht nicht sofort auf. Aber bei Stundenlöhnern oder wenn es um die Berechnung von Lohnfortzahlungen bei Krankheit geht, hat dieser eine Tag direkte finanzielle Auswirkungen. Solche Ungenauigkeiten sorgen nicht nur für verständlichen Frust im Team, sondern können im schlimmsten Fall sogar rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Eine präzise und nachvollziehbare Berechnung der Arbeitstage ist ein Zeichen von Professionalität und Fairness. Sie schafft Vertrauen und verhindert unnötige Diskussionen am Monatsende.

Die direkten Folgen für die Einsatzplanung

Abgesehen von der korrekten Lohnabrechnung ist die genaue Anzahl der verfügbaren Arbeitstage der Dreh- und Angelpunkt Deiner Kapazitätsplanung. Nur wenn Du glasklar weisst, wie viele Manntage Dir in einem Monat zur Verfügung stehen, kannst Du Projekte realistisch planen und Aufträge mit gutem Gewissen zusagen.

Eine ungenaue Schätzung führt fast immer zu einem von zwei Problemen:

  • Personalengpässe: Du planst mit zu vielen Arbeitstagen, nimmst zu viele Aufträge an und merkst dann mitten im Projekt, dass Dir die Leute fehlen, um alles pünktlich fertigzustellen.
  • Ineffizienter Einsatz: Du gehst von zu wenigen Arbeitstagen aus, planst übervorsichtig und lässt damit wertvolles Umsatzpotenzial ungenutzt auf der Strasse liegen.

Moderne Tools als Lösung

Zum Glück musst Du diese Berechnungen heute nicht mehr von Hand mit Kalender und Taschenrechner erledigen. Moderne Workforce-Management-Systeme nehmen Dir diese Arbeit komplett ab. Sie haben die kantonalen Feiertagskalender bereits hinterlegt und berücksichtigen individuelle Arbeitszeitmodelle automatisch. Das spart nicht nur enorm viel Zeit, sondern eliminiert auch menschliche Fehlerquellen.

In der Schweiz lag die jährliche Arbeitszeit 2024 bei rund 1'533 Stunden, was einem Durchschnitt von etwa 21,75 Arbeitstagen pro Monat entspricht. Diese Zahlen machen deutlich, wie entscheidend eine genaue Planungsgrundlage ist, um das vorhandene Personal optimal einzusetzen. Mehr Details zu diesen internationalen Vergleichen findest Du in dieser Analyse zur Arbeitszeit in Europa. Die präzise Berechnung der Arbeitstage hilft Dir letztlich dabei, die verfügbaren Arbeitsstunden pro Monat effektiv zu nutzen und Deine Planung zu optimieren.

Häufig gestellte Fragen zur Berechnung der Arbeitstage

Die Berechnung der Arbeitstage pro Monat wirft in der Praxis immer wieder Detailfragen auf. Hier findest Du klare und direkte Antworten auf die häufigsten Unklarheiten, damit Du bei Deiner Planung und Abrechnung auf der sicheren Seite bist.

Wie viele Arbeitstage hat ein Jahr in der Schweiz im Durchschnitt?

Ein Jahr in der Schweiz hat im Schnitt zwischen 252 und 255 Arbeitstage. Die genaue Zahl hängt immer von zwei Faktoren ab: dem Kalenderjahr und dem jeweiligen Kanton.

Die Logik dahinter ist einfach: Du startest mit den 365 Kalendertagen. Davon ziehst Du die 104 Wochenendtage (52 Samstage und 52 Sonntage) ab, was Dich zu 261 potenziellen Arbeitstagen führt.

Im letzten Schritt musst Du nur noch die gesetzlichen Feiertage abziehen, die auf einen Wochentag von Montag bis Freitag fallen. Weil die Anzahl kantonaler Feiertage variiert und die Feiertage jedes Jahr auf andere Wochentage fallen, schwankt die genaue Zahl. Für eine verlässliche Planung wird oft ein Richtwert um die 254 Arbeitstage verwendet.

Was passiert, wenn ein Feiertag auf ein Wochenende fällt?

Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, gibt es in der Schweiz grundsätzlich keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Ersatzruhetag unter der Woche.

Für die meisten Arbeitnehmenden „verfällt“ dieser Feiertag sozusagen, da an diesen Tagen ohnehin arbeitsfrei gewesen wäre.

Genau aus diesem Grund ist es bei der monatlichen Berechnung der Arbeitstage so wichtig, nur die Feiertage zu berücksichtigen, die tatsächlich auf einen regulären Werktag (Montag bis Freitag) fallen.

Es gibt zwar Gesamtarbeitsverträge (GAV) oder grosszügige Firmenregelungen, die eine Kompensation vorsehen, doch das ist die Ausnahme und nicht die gesetzliche Regel.

Wie berechne ich die Arbeitstage für Mitarbeitende im Stundenlohn?

Für Mitarbeitende im Stundenlohn ist die Anzahl der potenziellen Arbeitstage für die Lohnabrechnung erstmal zweitrangig. Hier zählt nur eines: die Anzahl der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden.

Wichtig ist die Ermittlung der Arbeitstage aber trotzdem für Dich – nämlich für die Einsatzplanung und die Ermittlung Deines Personalbedarfs.

Um den Lohn korrekt auszuzahlen, multiplizierst Du die Gesamtzahl der gearbeiteten Stunden mit dem vertraglich vereinbarten Stundenlohn. Eine präzise und lückenlose Zeiterfassung, wie sie zum Beispiel über eine Mitarbeiter-App funktioniert, ist hierfür unerlässlich. Nur so stellst Du eine korrekte und transparente Abrechnung für beide Seiten sicher.

Gibt es einen offiziellen Rechner für Arbeitstage in der Schweiz?

Nein, eine einzelne, von der Regierung herausgegebene "offizielle" Web-Anwendung zur Berechnung der Arbeitstage gibt es nicht. Viele kantonale Verwaltungen und Wirtschaftsverbände stellen jedoch verlässliche Online-Feiertagskalender zur Verfügung.

Die zuverlässigste und gleichzeitig einfachste Methode ist der Einsatz professioneller Workforce-Management-Software. Solche Systeme haben die Feiertagskalender aller Kantone bereits fest integriert und führen die Berechnungen automatisch und fehlerfrei durch.

Sie können dabei sogar individuelle Arbeitszeitmodelle und komplexe Schichtpläne berücksichtigen. Das spart Dir nicht nur extrem viel Zeit, sondern minimiert auch das Risiko für kostspielige Fehler in der Lohnabrechnung und der gesamten Personalplanung.


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Tags

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