Januar 1

Helfer gesucht bei Veranstaltungen: So findest du dein Team

Wenn du „Helfer gesucht bei Veranstaltungen“ in die Suchmaschine tippst, brennt es meistens schon. Der grösste Fehler? Jetzt schnell eine Anzeige zu schalten. Ein erfolgreiches Event-Team baust du nicht unter Druck auf, sondern mit einem Plan, der schon lange vorher steht. Eine saubere Bedarfsanalyse ist das Fundament – sie sorgt dafür, dass du genau die richtigen Leute für die richtigen Aufgaben findest und am grossen Tag keine bösen Überraschungen erlebst.

Wie du deinen Helferbedarf richtig planst

Jede grossartige Veranstaltung lebt von den Menschen hinter den Kulissen. Bevor du aber überhaupt auf die Suche gehst, musst du glasklar definieren, wen und was du eigentlich brauchst. Diese Strategie am Anfang spart dir später eine Menge Zeit, Geld und vor allem Nerven.

Der Bedarf an guten Leuten ist riesig. Allein in der Schweiz zählten die Veranstaltungen der SMPA-Mitglieder im Jahr 2022 rund 4,5 Millionen Besucher. Diese Zahl zeigt eindrücklich, welch enormer Personalaufwand hinter solchen Events steckt. Grosse Musikfestivals sind auf Hunderte von Helfern angewiesen, nur um Logistik, Service und Sicherheit am Laufen zu halten.

Ermittle die genaue Anzahl der Helfer

Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme. Wie viele Hände brauchst du wirklich? Um den Überblick zu behalten, zerlege dein Event am besten in einzelne Bereiche und Phasen.

  • Aufbau und Abbau: Wer packt bei der Technik, der Deko und der Infrastruktur mit an?
  • Während des Events: Wer schmeisst die Bar, kontrolliert die Tickets, managt die Garderobe oder betreut die Künstler?
  • Spezialaufgaben: Brauchst du Leute mit besonderen Fähigkeiten, zum Beispiel für die Erste Hilfe oder den technischen Support?

Stell dir ein kleines Festival mit 500 Gästen vor. Hier könntest du mit zwei Leuten für den Aufbau am Morgen starten. Vier weitere übernehmen Einlass und Kasse, drei kümmern sich in gestaffelten Schichten um die Bar und zwei flexible Springer helfen dort aus, wo es gerade brennt.

Ein solider Plan denkt auch an Puffer und Pausen. Niemand kann acht Stunden am Stück Vollgas geben. Rechne pro vier Stunden Arbeit mindestens eine 30-minütige Pause für jeden Helfer ein – das ist nicht nur fair, sondern sichert auch die Qualität.

Diese Infografik bringt den dreistufigen Prozess auf den Punkt: von der Bedarfsanalyse über die konkreten Aufgaben bis zum Budget.

Ein Flussdiagramm zeigt die Schritte Bedarf (Lupe), Aufabet (Checkliste mit Währungssymbol) und Budget (Geldbörse).

Die Grafik macht klar: Eine gute Helferplanung ist kein Hexenwerk, sondern ein logischer Prozess, bei dem ein Schritt auf dem anderen aufbaut.

Definiere Aufgaben und Budget klar

Sobald die Anzahl der Helfer steht, geht es an die Details. Erstelle klare Aufgabenprofile. Was sind die genauen Erwartungen an eine Person an der Bar im Vergleich zu jemandem, der beim Aufbau hilft? Je genauer du diese Beschreibungen formulierst, desto passendere Leute wirst du finden.

Parallel dazu musst du dein Budget im Blick haben. Hier geht es um weit mehr als nur eine mögliche Entlohnung. Denk unbedingt auch an diese Punkte:

  • Verpflegung und Getränke für das gesamte Team
  • Notwendige Versicherungen (Haftpflicht, Unfall)
  • Eventuelle Zuschüsse für die Anfahrt oder kleine Goodies als Dankeschön
  • Kosten für einheitliche Arbeitskleidung wie T-Shirts oder Westen

Eine professionelle Personaleinsatzplanung für Event-Locations ist hier Gold wert, um die Finanzen im Griff zu behalten. Damit legst du den Grundstein für eine faire, transparente Zusammenarbeit und ein Event, das reibungslos über die Bühne geht.

So schreibst du eine Anzeige, die motiviert

Frau arbeitet am Laptop, plant Veranstaltungen, mit großem Eventzelt und Stadt im Hintergrund.

Deine Ausschreibung ist der erste Händedruck. Sie entscheidet darüber, ob sich jemand angesprochen fühlt oder einfach weiter scrollt. Eine wirklich gute Anzeige ist viel mehr als eine trockene Liste von Aufgaben – sie fängt die Stimmung deines Events ein und zeigt potenziellen Helfern, warum es sich lohnt, genau bei dir dabei zu sein.

Der Appetit auf Events und damit der Bedarf an engagierten Helfern ist in der Schweiz in den letzten Jahren spürbar gewachsen. Das Freizeitverhalten hat sich gewandelt: Der Anteil der Bevölkerung, der Festivals besucht, kletterte von 38 Prozent im Jahr 2014 auf satte 52 Prozent im Jahr 2024.

Dieser Trend bedeutet nicht nur mehr Veranstaltungen, sondern auch einen riesigen Bedarf an Unterstützung. Oft sind es junge Leute zwischen 18 und 35, die nicht nur wegen des Geldes, sondern aus Leidenschaft für die Sache und die Gemeinschaft anpacken. Mehr zu diesen Entwicklungen im Freizeitverhalten der Schweizer findest du direkt beim SRF.

Der richtige Titel weckt sofort Interesse

Dein Titel ist das Aushängeschild, dein Lockvogel. Ein langweiliger Betreff wie „Helfer gesucht“ geht in der Flut von Angeboten komplett unter. Formuliere stattdessen etwas, das neugierig macht und den Charakter deiner Veranstaltung auf den Punkt bringt.

So lieber nicht:

Helfer gesucht bei Veranstaltungen

Viel besser so:

Werde Teil unserer Festival-Crew! Rocke mit uns hinter den Kulissen.

Dieser Titel ist aktiv, spricht dich direkt und emotional an und macht sofort klar: Hier geht es um mehr als nur Arbeit. Hier geht es um ein Erlebnis.

Beschreibe das Event und die Aufgaben glasklar

Direkt nach dem Titel kommt der Pitch für dein Event. Vermittle in wenigen, knackigen Sätzen die Atmosphäre. Handelt es sich um ein gemütliches Food-Festival im Park oder ein riesiges Open-Air-Konzert mit Tausenden von Besuchern? Gib den Leuten ein Gefühl dafür, worauf sie sich einlassen.

Anschliessend müssen die Aufgabenprofile so klar wie nur möglich sein. Ganz ehrlich, niemand meldet sich auf eine vage Beschreibung wie „Hilfe bei allem“. Je genauer du bist, desto besser wissen die Bewerber, ob der Job wirklich zu ihnen passt.

Hier ein paar griffige Formulierungen für verschiedene Rollen:

  • Einlass & Kasse: „Du bist das erste Gesicht, das unsere Gäste sehen. Du begrüsst sie mit einem Lächeln, scannst Tickets und managst die Abendkasse. Organisationstalent und eine freundliche, offene Art sind hier Gold wert.“
  • Bar-Team: „Du sorgst für die gute Stimmung und kalte Getränke. Erfahrung hinter der Bar ist ein Plus, aber kein Muss. Wichtig sind uns dein Tempo, deine Zuverlässigkeit und dass du auch im grössten Trubel einen kühlen Kopf bewahrst.“
  • Stagehand / Runner: „Du bist mittendrin im Geschehen und unterstützt unser Technik-Team beim Auf- und Abbau. Du solltest körperlich fit sein und Lust haben, richtig mit anzupacken, damit unsere Künstler auf der Bühne glänzen können.“

Der Schlüssel liegt darin, nicht nur zu sagen, was zu tun ist, sondern auch, warum diese Rolle für das Gelingen des Events so wichtig ist. Das schafft Wertschätzung – und zwar von Anfang an.

Zeige, was du zu bieten hast

Zuletzt kommt der vielleicht wichtigste Teil, um motivierte Leute zu gewinnen: die Gegenleistung. Mach glasklar, was du als Dank für den Einsatz bietest. Das muss nicht immer nur Geld sein, denn oft zählt das Gesamtpaket.

Was du anbieten könntest:

  • Freier Eintritt zum Event an einsatzfreien Tagen
  • Verpflegungsgutscheine und kostenlose Getränke
  • Ein exklusives Team-T-Shirt als cooles Andenken
  • Eine Einladung zur legendären Helfer-Abschlussparty
  • Eine faire pauschale Entschädigung für den Einsatz

Transparenz ist hier das A und O. Wenn du diese Bausteine geschickt kombinierst, erstellst du eine Anzeige, die nicht nur informiert, sondern wirklich begeistert. Du suchst dann nicht mehr nur „Helfer für Veranstaltungen“, sondern formst ein echtes Team, das mit Herzblut dein Event zum Erfolg führt.

Wie du die richtigen Leute auswählst

Eine Frau sitzt am Schreibtisch und arbeitet am Laptop, mit einem Megafon-Symbol auf dem Bildschirm.

Dein Posteingang quillt über – super! Das heisst, deine Anzeige hat funktioniert. Jetzt beginnt aber die eigentliche Arbeit: die wirklich passenden Helfer aus der Masse an Bewerbungen herauszufiltern. Mit einem strukturierten, aber unkomplizierten Prozess triffst du schnell und fair die richtigen Entscheidungen.

Bewerbungen effizient vorsortieren

Zuerst gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen. Du brauchst ein einfaches System, um die Bewerbungen schnell zu sichten. Orientiere dich dabei an den Kernanforderungen, die du in deiner Anzeige formuliert hast.

Stell dir vor, du suchst Leute für den Getränkestand an einem Strassenfest. Deine wichtigsten Kriterien könnten sein:

  • Verfügbarkeit: Kann die Person an den Haupttagen und zu den Stosszeiten arbeiten?
  • Erfahrung: Hat die Person schon mal in der Gastronomie gearbeitet?
  • Motivation: Wirkt die Bewerbung engagiert und persönlich?

Vergib für jedes Kriterium Punkte von 1 bis 3. So erkennst du auf einen Blick, wer in die engere Auswahl kommt und wer direkt eine freundliche Absage erhält.

Ein klares Punktesystem ist nicht nur schnell, sondern auch fair. Es hilft dir, Bauchentscheidungen zu vermeiden und dich auf die Fakten zu konzentrieren, die für den Job wirklich zählen.

Falls du merkst, dass viele Bewerbungen an deinen Anforderungen vorbeigehen, solltest du dein Anforderungsprofil schärfen. Eine detaillierte Anleitung dazu findest du hier: Anforderungsprofil erstellen.

Kurze Gespräche machen den Unterschied

Nach der Vorauswahl lädst du die vielversprechendsten Kandidaten zu einem kurzen Gespräch ein. Das muss kein stundenlanges Interview sein. Oft reichen 15 bis 20 Minuten, auch per Video-Call, um einen entscheidenden Eindruck zu gewinnen.

Die richtigen Helfer zu finden, ist matchentscheidend für dein Event. Bereite dich auf die Gespräche vor, indem du dich mit gängigen Fragen auseinandersetzt. Gute Tipps für das Bewerbungsgespräch helfen dir, die richtigen Impulse zu setzen.

Frage nicht nur nach Fähigkeiten, sondern bohre bei der Motivation nach.

  • „Was reizt dich daran, bei unserem Strassenfest zu helfen?“
  • „Wie gehst du damit um, wenn es mal richtig stressig wird?“
  • „Was war deine beste Erfahrung bei einer früheren Veranstaltung?“

Solche Fragen geben dir einen viel tieferen Einblick in die Persönlichkeit und die Arbeitsweise als eine reine Abfrage des Lebenslaufs.

Zusagen und Absagen – professionell bis zum Schluss

Die Kommunikation nach dem Gespräch ist genauso wichtig. Informiere alle Bewerber zeitnah über deine Entscheidung. Eine Zusage sollte Begeisterung vermitteln und die nächsten Schritte klar benennen: Einsatzort, Zeit und Ansprechpartner.

Eine Absage wiederum sollte immer wertschätzend und respektvoll sein. Bedanke dich für das Interesse und die investierte Zeit. Wer heute eine professionelle Absage bekommt, bewirbt sich vielleicht nächstes Jahr wieder – und ist dann genau die richtige Person für dein Team.

Einsätze planen und das Team auf Kurs bringen

Dein Team steht – jetzt geht die eigentliche Organisation erst richtig los. Ein sauber durchdachter Einsatzplan ist das A und O für einen entspannten Veranstaltungstag. Ohne ihn droht pures Chaos, wenn plötzlich Bereiche unterbesetzt sind oder niemand weiss, wer wann Pause hat.

Ein guter Plan schafft Klarheit vom ersten Moment an und verhindert die typischen Missverständnisse. Er ist dein zentrales Werkzeug, um sicherzustellen, dass jede Aufgabe zur richtigen Zeit von der richtigen Person erledigt wird.

Erstelle einen klaren Schichtplan

Der erste Schritt ist ein visueller Schichtplan. Keine Sorge, dafür brauchst du keine teure Software – einfache Tools wie Excel oder Google Sheets reichen für den Anfang oft völlig aus. Du legst eine simple Tabelle an, in der du die Zeitachse (am besten in 30-Minuten-Schritten) und die verschiedenen Aufgabenbereiche (Einlass, Bar, Technik etc.) abbildest.

Danach trägst du die Namen deiner Helfer in die passenden Zeitfenster ein. Ganz wichtig: Kennzeichne Pufferzeiten und geplante Pausen klar und deutlich. Für einen reibungslosen Ablauf ist es entscheidend, dass die Übergaben zwischen den Schichten sauber geplant sind. Ein Helfer sollte seine Schicht erst dann beenden, wenn die Ablösung eingetroffen und kurz eingewiesen ist.

Ein guter Schichtplan berücksichtigt nicht nur die Aufgaben, sondern auch die Menschen dahinter. Sorge für abwechslungsreiche Tätigkeiten und plane so, dass niemand stundenlang im stressigsten Bereich, wie der Hauptbar, feststeckt. Eine durchdachte Rotation hält das Team frisch und die Motivation hoch.

Bei komplexeren Veranstaltungen mit Dutzenden Helfern und unterschiedlichen Qualifikationen stossen Excel-Listen aber schnell an ihre Grenzen. Hier kann eine spezialisierte Software eine massive Erleichterung sein. Solche digitalen Werkzeuge automatisieren die Zuweisung, berücksichtigen Fähigkeiten und erinnern die Helfer automatisch an ihre bevorstehenden Einsätze. Mehr zu den Vorteilen findest du in unserem Leitfaden zur digitalen Einsatzplanung.

Kommuniziere alle wichtigen Informationen

Ein Plan ist nur so gut, wie er kommuniziert wird. Sende deinem Team deshalb ein paar Tage vor dem Event ein kompaktes Briefing mit allen Infos, die wirklich zählen. Halte es kurz, übersichtlich und vor allem mobilfreundlich – die meisten werden es unterwegs auf dem Smartphone lesen.

Dieses Briefing ist die eine, zentrale Informationsquelle für dein gesamtes Team. Fasse alles Relevante zusammen, damit am grossen Tag keine unnötigen Fragen aufkommen.

Wir haben eine Checkliste zusammengestellt, die dir hilft, an alles zu denken.

Checkliste für das Helfer-Briefing

Diese Checkliste fasst alle Informationen zusammen, die deine Helfer vor und während der Veranstaltung benötigen.

Kategorie Information Beispiel
Anreise & Check-in Genaue Adresse, Anfahrtsmöglichkeiten (ÖV, Parkplätze) und der exakte Treffpunkt für den Check-in. „Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Helfer-Zelt direkt links neben dem Haupteingang. Melde dich dort bei Sarah.“
Zeitplan Beginn und Ende der Schicht, geplante Pausen und der allgemeine Zeitablauf des Events. „Deine Schicht an der Bar geht von 15:00 bis 20:00 Uhr. Du hast eine geplante Pause von 17:30 bis 18:00 Uhr.“
Aufgaben Eine kurze, präzise Beschreibung der Hauptaufgaben während der Schicht. „Du bist für den Getränkeausschank (Bier, Softdrinks) zuständig und kassierst bargeldlos.“
Ansprechpartner Namen und Handynummern der zuständigen Bereichsleiter für Fragen oder bei Problemen. „Dein Bereichsleiter ist Tom (079 123 45 67). Er ist deine erste Anlaufstelle für alles.“
Dresscode & Ausrüstung Vorgaben zur Kleidung und was die Helfer mitbringen sollen (oder eben nicht). „Bitte trage dunkle, bequeme Schuhe. Du erhältst von uns ein Team-T-Shirt. Eine eigene Tasche ist nicht nötig.“
Notfallkontakte Telefonnummern für Sicherheitspersonal, Sanitäter und die Hauptorganisation. „Im Notfall erreichst du die Security unter 078 987 65 43 und die Sanität unter 077 654 32 10.“

So stellst du sicher, dass jeder bestens vorbereitet ist und sich voll auf seine Aufgabe konzentrieren kann.

Für die schnelle Kommunikation am Eventtag selbst hat sich eine simple Gruppe in einem Messenger-Dienst wie WhatsApp oder Signal bewährt. Hier kannst du kurzfristige Änderungen durchgeben oder das Team über wichtige Vorkommnisse informieren. Aber Achtung: Nutze die Gruppe diszipliniert und nur für wirklich relevante Nachrichten, damit wichtige Infos nicht im allgemeinen Geplauder untergehen.

Wie du deine Helfer am Eventtag erfolgreich führst

Web- und Mobilansicht einer App zur Schichtplanung oder Aufgabenverwaltung, mit verschiedenen Listen und farbigen Karten.

Der grosse Tag ist da, die Anspannung steigt. Genau jetzt zeigt sich, wie gut deine Vorbereitung wirklich war. Deine Hauptaufgabe heute ist es nicht nur, dein Team zu managen – du musst es führen, motivieren und bei Laune halten. Denn ein reibungsloser Ablauf vor Ort beginnt mit einem perfekt organisierten Start.

Organisiere einen stressfreien Check-in

Der erste Eindruck für deine Helfer am Eventtag ist der Check-in. Wenn hier Chaos herrscht, startet das ganze Team bereits mit gedämpfter Stimmung in den Einsatz. Dein Ziel muss ein schneller, klarer Prozess sein, bei dem sich jeder sofort willkommen und gut aufgehoben fühlt.

Richte dafür einen gut sichtbaren Helfer-Treffpunkt ein, am besten etwas abseits des allgemeinen Gästeeingangs. An diesem zentralen Punkt sollten ein oder zwei deiner erfahrensten Teammitglieder bereitstehen. Ihre Aufgabe ist es, die ankommenden Helfer freundlich zu begrüssen, auf einer Liste abzuhaken und sie mit allem Nötigen auszustatten.

  • Namensschilder oder Ausweise: Sorge dafür, dass diese klar lesbar sind und vielleicht sogar die zugewiesene Rolle anzeigen (z. B. „Bar-Team“ oder „Einlass“).
  • Team-Kleidung: Leg T-Shirts oder Westen bereits nach Grössen sortiert bereit. Nichts ist nerviger als langes Wühlen kurz vor knapp.
  • Wichtige Infos: Gib jedem einen Ausdruck des Lageplans und die Kontaktdaten seines direkten Ansprechpartners mit auf den Weg.

Eine durchdachte Vorbereitung an dieser Stelle verhindert lange Wartezeiten und schafft von der ersten Minute an eine professionelle und wertschätzende Atmosphäre.

Führe ein kurzes und knackiges On-Site-Briefing durch

Sobald alle eingecheckt sind, versammle das gesamte Team für ein kurzes On-Site-Briefing. Das ist deine grosse Chance, alle auf das gemeinsame Ziel einzuschwören und letzte Unklarheiten aus dem Weg zu räumen. Wichtig: Halte dieses Treffen kurz – maximal 10 bis 15 Minuten sind hier ideal.

Stell die einzelnen Bereichsleiter persönlich vor, damit jeder weiss, an wen er sich bei Fragen wenden kann. Geh noch einmal den groben Zeitplan durch und weise auf die wichtigsten Knackpunkte des Tages hin, zum Beispiel die erwarteten Stosszeiten an der Bar oder am Einlass.

Der wichtigste Teil des Briefings ist aber die Motivation. Bedanke dich bei allen für ihren Einsatz und mach klar, dass jeder Einzelne entscheidend zum Erfolg des Events beiträgt. Ein Satz wie: „Ohne euch wäre das hier heute nicht möglich – lasst uns gemeinsam eine grossartige Show für unsere Gäste liefern!“ kann echte Wunder wirken.

Sei präsent und zeige deine Wertschätzung

Während der Veranstaltung bist du der Dirigent. Sei ständig sichtbar und ansprechbar. Mache regelmässig die Runde durch alle Bereiche, frage nach, ob alles in Ordnung ist, und biete deine Hilfe an. Schon ein kurzes „Wie läuft's bei dir?“ zeigt deinem Team, dass du präsent bist und dich kümmerst.

Anerkennung ist der Treibstoff für motivierte Helfer. Sorge dafür, dass immer ausreichend Getränke und eine vernünftige Verpflegung zur Verfügung stehen. Ein einfacher Snack oder eine warme Mahlzeit in der Pause zeigt, dass du ihre harte Arbeit siehst und schätzt. Und ganz wichtig: Vergiss nicht, dich auch am Ende der Schicht bei jedem persönlich zu bedanken.

Der Check-out am Ende des Tages sollte genauso unkompliziert ablaufen wie der Check-in. Sammle alle Materialien wie Schlüssel, Funkgeräte oder Kassen wieder ein. Ein fester Händedruck und ein ehrliches „Danke für alles, du warst grossartig!“ sind der perfekte Abschluss eines anstrengenden, aber erfolgreichen Tages.

Wie du Helfer langfristig an dich bindest

Das Event ist vorbei, die letzte Kiste verstaut – aber deine Arbeit ist noch nicht ganz getan. Die Nachbereitung ist kein lästiger Anhang, sondern deine grösste Chance, aus einmaligen Helfern ein treues Team für die Zukunft zu formen.

Genau jetzt entscheidet sich, ob du beim nächsten Mal wieder bei null anfängst oder auf ein eingespieltes Netzwerk zurückgreifen kannst. Die Suche nach Helfern endet also nicht mit dem Abbau, sondern geht nahtlos in den Aufbau deiner Community über.

Hol dir ehrliches Feedback

Der erste und wichtigste Schritt: aktiv zuhören. Deine Helfer hatten den besten Blick hinter die Kulissen und wissen genau, was rundlief und wo es hakte. Dieses Wissen ist Gold wert! Sende ihnen ein paar Tage nach dem Event einen kurzen, unkomplizierten Fragebogen.

Frage ganz direkt nach ihren Erfahrungen:

  • Wie zufrieden warst du mit der Organisation und Kommunikation vor dem Event?
  • Fühltest du dich während deines Einsatzes gut betreut und informiert?
  • Was war dein persönliches Highlight und was hat dich am meisten gestört?
  • Hast du konkrete Vorschläge, was wir nächstes Mal besser machen können?

Halte den Fragebogen knackig und anonym, um wirklich ehrliche Antworten zu bekommen. Kostenlose Tools wie Google Forms oder Typeform sind dafür ideal.

Sag aufrichtig danke

Ein ehrliches Dankeschön ist die wichtigste Währung. Es zeigt, dass du den Einsatz deines Teams nicht als selbstverständlich ansiehst. Eine persönliche E-Mail an alle Helfer ist das absolute Minimum.

Vergiss allgemeine Floskeln. Beziehe dich auf konkrete Momente des Events. Erwähne zum Beispiel, wie grossartig das Bar-Team den grossen Ansturm gemeistert hat oder wie reibungslos der Aufbau dank der Technik-Crew lief. Solche Details zeigen, dass du wirklich hingeschaut hast.

Kleine Gesten können die Wirkung enorm verstärken, ohne das Budget zu sprengen. Eine Einladung zu einem gemeinsamen Helfer-Essen, ein Gutschein für einen lokalen Partner oder exklusive Fotos vom Event sind grossartige Zeichen der Wertschätzung.

Baue einen DSGVO-konformen Helfer-Pool auf

Die besten Leute willst du beim nächsten Mal direkt wieder ansprechen können. Dafür brauchst du einen Helfer-Pool – und hier kommt der Datenschutz ins Spiel. Frage deine Helfer explizit um Erlaubnis, ob du ihre Kontaktdaten speichern und sie für zukünftige Events kontaktieren darfst.

Dieser Helfer-Pool ist dein grösstes Kapital. Wenn das nächste Mal die Suche nach „Helfer gesucht bei Veranstaltungen“ ansteht, hast du bereits eine Liste von bewährten, motivierten Leuten, die dein Event kennen und schätzen. So baust du dir langfristig ein starkes Fundament für jeden kommenden Anlass.


Mit job.rocks kannst du deinen Helfer-Pool zentral und DSGVO-konform verwalten, Verfügbarkeiten abfragen und Einsätze mit wenigen Klicks planen. Entdecke jetzt, wie du deinen administrativen Aufwand reduzierst und dein Team an dich bindest.


Tags

event organisation, eventpersonal finden, freiwillige für events, helfer gesucht bei veranstaltungen, helfermanagement


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