Eine Software für Personalplanung ist im Grunde der digitale Regisseur für Ihr Team. Stellen Sie sich vor, der unübersichtliche Prozess aus unzähligen Excel-Listen, WhatsApp-Gruppen und Telefonanrufen wird durch einen klaren, automatisierten Ablauf ersetzt. Anstatt Stunden mit manueller Koordination zu verbringen, planen Sie Ihre Teams in Minuten. Das spart nicht nur Zeit, sondern steigert auch spürbar die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeitenden.
Was Personalplanung ohne Software wirklich bedeutet
Kennen Sie das? Es ist Freitagnachmittag, und der Restaurantmanager sitzt vor einer komplexen Excel-Tabelle, die den Dienstplan für die nächste Woche abbilden soll. Zwei Mitarbeitende haben sich kurzfristig krankgemeldet, ein anderer bittet um einen Schichttausch. Was folgt, ist eine endlose Kette von Anrufen und Nachrichten, um Ersatz zu finden. Verfügbarkeiten, Qualifikationen und bereits geleistete Arbeitsstunden – all das muss er im Kopf behalten, um keine teuren Fehler zu machen.

Dieser manuelle Prozess ist nicht nur zermürbend und zeitaufwendig, er ist auch extrem fehleranfällig. Eine falsche Eintragung kann zu Unterbesetzung in Stosszeiten, Verstössen gegen das Arbeitszeitgesetz oder frustrierten Mitarbeitenden führen. Genau hier kommt eine moderne Software für Personalplanung ins Spiel.
Sie verwandelt die reaktive und oft stressige Personalverwaltung in einen proaktiven, strategischen Prozess. Es geht nicht mehr nur darum, Lücken zu füllen, sondern darum, die richtige Person zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen.
Vom Chaos zur Klarheit in wenigen Klicks
Eine Softwarelösung digitalisiert diesen gesamten Arbeitsablauf. Statt herumzutelefonieren, sendet der Manager eine Anfrage an alle qualifizierten Mitarbeitenden, die sofort per App eine Benachrichtigung erhalten. Wer verfügbar ist, meldet sich mit einem Klick zurück, und das System schlägt die beste Besetzung vor.
Doch diese Werkzeuge sind weit mehr als nur ein digitaler Kalender. Sie sind strategische Instrumente, die Ihnen helfen, Ihre wichtigste Ressource – die Mitarbeitenden – optimal zu steuern. Die Vorteile spüren Sie sofort:
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Enorme Zeitersparnis: Planungsaufgaben, die früher Stunden dauerten, sind in Minuten erledigt.
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Klare Kommunikation: Alle Informationen sind zentral an einem Ort verfügbar und für alle zugänglich.
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Höhere Mitarbeiterzufriedenheit: Mitarbeitende tragen ihre Wünsche und Verfügbarkeiten einfach selbst ein.
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Weniger Fehler: Das System überwacht Arbeitszeitgesetze und Qualifikationen automatisch.
Die Bedeutung solcher Lösungen wächst stetig. Eine aktuelle Studie zeigt, dass falsche Personalplanung Schweizer Unternehmen im Schnitt 57’780 Euro pro Jahr kostet. Um dies zu vermeiden, setzen bereits 43 % der HR-Führungskräfte auf KI-gestützte Werkzeuge für mehr Sicherheit in der Planung.
Der Einsatz von intelligenten Algorithmen spielt dabei eine immer grössere Rolle. Wenn Sie tiefer in das Thema eintauchen möchten, finden Sie hier spannende Einblicke in die vielfältigen Anwendungen von KI im Personalwesen.
Vergleich Manuelle vs. Software-gestützte Personalplanung
Um den Unterschied greifbar zu machen, stellen wir die beiden Ansätze direkt gegenüber. Diese Tabelle zeigt auf einen Blick, wo die grössten Hebel liegen.
| Aspekt | Manuelle Planung (z.B. mit Excel) | Software für Personalplanung |
|---|---|---|
| Zeitaufwand | Sehr hoch, oft mehrere Stunden pro Woche | Minimal, Planung in wenigen Minuten |
| Fehleranfälligkeit | Hoch (Doppelbuchungen, Gesetzesverstösse) | Gering, durch automatische Prüfungen |
| Communicatie | Chaotisch (Telefon, E-Mail, Messenger) | Zentralisiert und transparent über eine App |
| Flexibiliteit | Gering, kurzfristige Änderungen sind aufwendig | Hoch, Schichttausch und Ausfälle per Klick lösbar |
| Mitarbeiterzufriedenheit | Eher tief, wenig Mitbestimmung | Hoch, durch einfache Verfügbarkeitsmeldung |
| Gesetzeskonformität | Manuelle Überprüfung, riskant | Automatisiert, integrierte Regelwerke |
Die Gegenüberstellung macht deutlich: Der Wechsel von manuellen Methoden zu einer spezialisierten Software ist kein reines „Nice-to-have“, sondern eine strategische Entscheidung, die Arbeitsabläufe, die Einhaltung von Vorschriften und die Mitarbeiterbindung direkt beeinflusst.
Kernfunktionen moderner Personalplanungs-Software
Gute Personalplanungs-Software ist weit mehr als nur ein schicker digitaler Kalender. Man muss sie sich eher als intelligentes Cockpit vorstellen, das komplexe Abläufe im Hintergrund steuert und den Arbeitsalltag für Planer und Mitarbeiter gleichermassen einfacher macht. Anstatt jetzt einfach nur eine trockene Liste von Eigenschaften herunterzurattern, zeige ich Ihnen, wie diese Werkzeuge in der Praxis wirklich funktionieren und handfeste Probleme lösen.

Jede einzelne Kernfunktion ist dabei die Antwort auf eine ganz konkrete Herausforderung im Planungsalltag. Ob es um die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben geht oder die schnelle Reaktion auf einen überraschenden Krankheitsfall – moderne Systeme liefern die passenden Lösungen.
Intelligente Schichtplanung und Regelwerke
Eine der grössten Hürden bei der Planung von Hand ist das schier endlose Dickicht an Regeln, die man im Kopf behalten muss. Allein das Arbeitszeitgesetz in der Schweiz schreibt glasklare Pausen- und Ruhezeiten vor. Eine gute Software nimmt Ihnen diese Last einfach von den Schultern.
Ein praktisches Beispiel: Ein Logistikunternehmen plant die Schichten für seine Lagerarbeiter. Das System ist so eingestellt, dass es automatisch die gesetzlich vorgeschriebene Pause nach sechs Stunden Arbeit einplant. Versucht der Disponent nun, einem Mitarbeiter eine zehnstündige Schicht ohne Pause zuzuteilen, erscheint sofort eine Warnung oder die Zuweisung wird direkt blockiert. Das Gleiche gilt natürlich auch für die maximale Wochenarbeitszeit.
Eine automatisierte Regelprüfung ist kein Luxus, sondern ein Schutzschild. Sie verhindert nicht nur empfindliche Bussen bei Kontrollen, sondern beugt auch der Überlastung der Belegschaft vor und schafft faire Arbeitsbedingungen für alle.
Zentrale Verfügbarkeitsabfragen per App
Dieses endlose Hin und Her, um Verfügbarkeiten per Telefon, E-Mail oder WhatsApp abzufragen, kennt wohl jeder. Moderne Personalplanungs-Tools machen damit Schluss und verlagern diesen Schritt elegant direkt zu den Mitarbeitenden.
Stellen Sie sich eine Eventagentur vor, die dringend Personal für ein grosses Festival am Wochenende braucht. Der Planer erstellt einfach die offenen Schichten im System. Sofort erhalten alle registrierten Mitarbeiter eine Push-Benachrichtigung auf ihr Smartphone. Mit ein paar Klicks in der App geben sie an, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten sie arbeiten können. Der Planer sieht daraufhin in Echtzeit eine perfekt aufbereitete Liste aller verfügbaren und qualifizierten Leute und kann die Schichten direkt besetzen. Kein Chaos, kein Stress.
Automatische und mobile Zeiterfassung
Fehlerhafte Stundenzettel und mühsames Abtippen für die Lohnbuchhaltung sind eine der häufigsten Ursachen für Fehler und Unzufriedenheit. Eine integrierte Zeiterfassung schafft hier klare Verhältnisse und sorgt für absolute Präzision.
Ein Mitarbeiter eines Reinigungsunternehmens kommt morgens beim Kunden an. Er zückt sein Smartphone, öffnet die App und stempelt sich mit einem Fingertipp ein – die Zeit wird sekundengenau erfasst. Nach getaner Arbeit stempelt er sich genauso unkompliziert wieder aus. Alle Arbeitszeiten, inklusive Überstunden und möglicher Zuschläge, werden automatisch berechnet und stehen am Monatsende fehlerfrei für die Lohnabrechnung bereit. Das spart nicht nur enormen administrativen Aufwand, sondern schafft auch Vertrauen und Transparenz.
Qualifikationsbasierte Planung
In vielen Branchen ist es absolut entscheidend, dass Mitarbeiter ganz bestimmte Fähigkeiten oder Zertifikate mitbringen. Von Hand den Überblick zu behalten, wer was darf, ist nicht nur mühsam, sondern auch riskant.
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Szenario Gesundheitswesen: In einem Pflegeheim muss eine Nachtschicht auf einer spezialisierten Demenzstation besetzt werden. Für diesen Dienst ist zwingend eine gerontopsychiatrische Zusatzausbildung nötig.
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Lösung mit Software: Der Planer filtert im System einfach nach Mitarbeitenden, die genau diese Qualifikation hinterlegt haben. Nur diese Personen werden ihm überhaupt für die Besetzung der Schicht vorgeschlagen.
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Ergebnis: Die Software stellt sicher, dass nur qualifiziertes Personal zum Einsatz kommt. Das erhöht die Patientensicherheit und erfüllt gleichzeitig die gesetzlichen Anforderungen.
Datenschutz und DSGVO-Konformität
Bei der Personalplanung hantiert man zwangsläufig mit hochsensiblen Mitarbeiterdaten – von Kontaktdaten über Arbeitsverträge bis hin zu Krankmeldungen. Der Schutz dieser Informationen ist nicht nur eine Frage des Vertrauens, sondern eine knallharte gesetzliche Pflicht gemäss der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
Eine professionelle Software für die Personalplanung ist von Grund auf darauf ausgelegt, diese Anforderungen zu erfüllen. Über ein feingliedriges Rollen- und Rechtekonzept wird sichergestellt, dass Mitarbeitende nur ihre eigenen Daten einsehen können. Gleichzeitig sorgt das System für eine sichere Speicherung und kümmert sich sogar automatisch um die Löschfristen für ausgeschiedene Teammitglieder. Verglichen mit unsicheren Excel-Listen, die auf diversen lokalen Rechnern herumgeistern, bietet ein solches System ein Maximum an Datensicherheit und Konformität mit Vorschriften.
Wie Sie die passende Software für Ihr Unternehmen auswählen
Die Suche nach der idealen Software für die Personalplanung kann schnell überfordern. Der Markt ist voll von Optionen, doch nicht jede Lösung passt wirklich zu den Abläufen in Ihrem Betrieb. Mit einem systematischen Ansatz treffen Sie die richtige Entscheidung und vermeiden teure Fehlinvestitionen.
Alles beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Bevor Sie sich von bunten Oberflächen und langen Funktionslisten blenden lassen, sollten Sie Ihre internen Prozesse schonungslos analysieren.
Definieren Sie Ihre konkreten Bedürfnisse
Fragen Sie sich zu Beginn ganz direkt: Welches Problem will ich eigentlich lösen? Geht es nur um ein einfaches Werkzeug für die Schichtplanung? Oder brauchen Sie ein umfassendes System, das auch die Zeiterfassung und die Lohnabrechnungsvorbereitung meistert?
Ein Einzelhändler mit mehreren Filialen hat völlig andere Anforderungen als eine kleine Eventagentur. Die Agentur muss vielleicht spontan Dutzende Leute für einzelne Tage buchen. Der Händler hingegen braucht eine stabile Wochenplanung, die Teilzeitmodelle und flexible Filialwechsel berücksichtigt.
Erstellen Sie eine knallharte Checkliste mit Ihren Muss-Kriterien und Wünschen. Sie ist Ihr Kompass bei der Anbieterauswahl.
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Schichtplanung: Brauchen Sie Vorlagen, eine Tauschbörse für Schichten oder eine automatische Besetzung nach Qualifikation?
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Zeiterfassung: Soll die Zeit mobil per App, an einem festen Terminal oder doch lieber manuell erfasst werden?
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Kommunikation: Wie wichtig ist ein integrierter Chat oder die Möglichkeit, Dokumente direkt mit dem Team zu teilen?
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Lohnabrechnung: Benötigen Sie eine direkte Schnittstelle, die Daten an Ihr bestehendes Lohnprogramm übergibt?
Diese Liste hilft Ihnen, den Fokus zu behalten und die Angebote gezielt zu vergleichen, anstatt Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Wichtige Auswahlkriterien im Detail
Sobald klar ist, was Sie brauchen, können Sie verschiedene Lösungen anhand objektiver Kriterien bewerten. Drei Aspekte sind dabei entscheidend: Gebruiksvriendelijkheid, Skalierbarkeit und der Support.
Eine Software ist nur dann gut, wenn sie von allen gerne genutzt wird. Eine komplizierte Oberfläche, die eine lange Einarbeitung erfordert, wird im Arbeitsalltag schnell zur Belastung für Planer und Mitarbeitende.
Achten Sie darauf, dass die Bedienung intuitiv ist. Ein modernes System ist so gestaltet, dass sich neue Mitarbeitende ohne grosse Schulung zurechtfinden. Gerade die mobile App ist hier zentral – sie ist die tägliche Schnittstelle für Ihr gesamtes Team.
Benutzerfreundlichkeit:
Ist die Oberfläche klar und verständlich? Können Mitarbeitende ihre Verfügbarkeit mit wenigen Klicks eintragen oder eine Schicht tauschen?
Skalierbarkeit:
Wächst die Software mit Ihrem Unternehmen mit? Können Sie problemlos neue Standorte oder Abteilungen hinzufügen, ohne an technische Grenzen zu stossen? Was passiert, wenn Ihr Team von 50 auf 200 Personen wächst?
Support:
Erhalten Sie schnelle und kompetente Hilfe, wenn es mal brennt? Gibt es einen direkten Ansprechpartner, verständliche Anleitungen oder vielleicht sogar Webinare? Guter Support ist Gold wert, besonders in der Anfangsphase.
Bei der Auswahl spielt auch die zugrundeliegende Infrastruktur eine Rolle. Deshalb sollten sich Unternehmen mit verschiedenen Cloud-Strategien auseinandersetzen, etwa der Frage nach Private Cloud vs. Public Cloud.
Die Testphase optimal nutzen
Fast jeder seriöse Anbieter stellt Ihnen eine kostenlose Testphase zur Verfügung. Nutzen Sie diese Zeit intensiv, um die Software auf Herz und Nieren zu prüfen. Es geht nicht darum, nur ein paar Funktionen anzuklicken, sondern darum, Ihre echten Arbeitsabläufe im System nachzubilden.
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Legen Sie ein reales Projekt an: Planen Sie eine komplette Woche für eine Abteilung oder ein kleines, repräsentatives Team.
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Binden Sie Mitarbeitende ein: Lassen Sie ein paar Teammitglieder die mobile App testen. Ihr Feedback zur Bedienung ist unbezahlbar.
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Testen Sie den Support: Stellen Sie dem Kundendienst gezielt ein, zwei Fragen. So prüfen Sie die Reaktionszeit und die Qualität der Antworten, bevor Sie sich binden.
Stellen Sie dem Anbieter in dieser Phase kritische Fragen. Wie wird die Datensicherheit gewährleistet? Gibt es Referenzkunden aus Ihrer Branche? Eine gründliche Testphase schützt Sie vor bösen Überraschungen nach dem Kauf.
Praxisbeispiele: Wo der Schuh in welcher Branche wirklich drückt
Eine Software für Personalplanung ist kein Schweizer Taschenmesser, das für jeden Job gleich gut passt. Die Anforderungen könnten je nach Branche kaum unterschiedlicher sein. Ein Werkzeug, das für ein Spital konzipiert wurde, ist für eine Eventagentur meist unbrauchbar. Erst der Blick auf den konkreten Arbeitsalltag zeigt, worauf es wirklich ankommt.
Der Schweizer Markt für administrative Software, zu der auch Planungstools gehören, wächst stetig. Für das Jahr 2025 wird hier ein Umsatz von rund 158,64 Millionen Euro erwartet. Die grösste Verbreitung finden HR-Lösungen dabei im Mittelstand bei Unternehmen mit 50 bis 200 Mitarbeitenden. Mehr zu diesen Entwicklungen findest du in den aktuellen Analysen zur Produktivitätssoftware in der Schweiz auf de.statista.com.
Eventbranche: Wenn jede Sekunde zählt
Im Eventmanagement gibt es eine Währung, die alles schlägt: Geschwindigkeit. Planungen sind oft extrem kurzfristig, und der Personalbedarf explodiert von einem Tag auf den anderen. Gestern zehn Leute für den Aufbau, morgen zweihundert für ein grosses Festival.
Das typische Chaos-Szenario:
Eine Agentur bekommt am Dienstagmorgen den Zuschlag für eine Veranstaltung am Samstag. Benötigt werden 50 Hostessen und Logistikhelfer. Die Zeit rennt. Manuell bedeutet das: Hunderte Anrufe, unzählige E-Mails und ein Dutzend unübersichtlicher Excel-Listen. Ein reines Glücksspiel.
Die Lösung mit dem richtigen Werkzeug:
Der Projektleiter legt im System einen neuen Einsatz an und filtert nach den nötigen Profilen – zum Beispiel „Hostess mit Französischkenntnissen“ oder „Helfer mit Staplerschein“. Ein Klick, und die Jobanfrage geht an alle qualifizierten Personen im Pool raus. Diese erhalten sofort eine Push-Nachricht aufs Handy und bewerben sich direkt in der App. Der Planer sieht in Echtzeit, wer zusagt, und stellt sein Team in wenigen Minuten zusammen.
In der Eventbranche entscheidet die Reaktionszeit über den Erfolg. Eine gute Software ist hier kein Verwaltungswerkzeug, sondern ein knallharter Wettbewerbsvorteil. Sie macht Aufträge erst annehmbar, die man sonst ablehnen müsste.
Gastgewerbe und Hotellerie: Das tägliche Tetris mit dem Dienstplan
In der Gastronomie und Hotellerie gleicht kein Tag dem anderen. An einem sonnigen Wochenende brummt die Terrasse, unter der Woche bei Regen herrscht Flaute. Die Planung muss diese Spitzen abfedern und gleichzeitig Teilzeitkräfte, Aushilfen und Festangestellte fair unter einen Hut bringen.
Das typische Puzzle-Szenario:
Ein Restaurantleiter plant die kommende Woche. Er muss berücksichtigen, wer nur abends kann, wer nur am Wochenende verfügbar ist und dass in jeder Schicht mindestens ein erfahrener Servicemitarbeiter und ein Barkeeper stehen. Das manuelle Verschieben in einer Tabelle ist mühsam und extrem fehleranfällig.
Die Lösung mit smarter Software:
Das System kennt die Verträge, Verfügbarkeiten und Qualifikationen jedes Mitarbeiters. Der Restaurantleiter erstellt einfach Schichtvorlagen für starke und schwache Tage. Die Software hilft, die Schichten fair zu verteilen und schlägt Alarm, wenn jemand ohne die nötige Qualifikation eingeplant wird. Richtig genial wird es mit einer integrierten Tauschbörse: Mitarbeitende können Schichten eigenständig untereinander tauschen, was den administrativen Aufwand für den Chef auf ein Minimum reduziert.
Die folgende Abbildung zeigt, wie eine moderne Softwarelösung verschiedene Branchen mit massgeschneiderten Funktionen bedient.
Das Bild macht klar: Branchen wie Events, Gastronomie oder Sicherheit brauchen spezialisierte Werkzeuge, die weit mehr können als nur Kalendereinträge zu verwalten.
Gesundheitswesen: Wo Qualifikation und Gesetz das Sagen haben
Im Gesundheitswesen ist die Personalplanung eine hochsensible Angelegenheit. Hier geht es nicht nur um effiziente Abläufe, sondern um Menschenleben und die Einhaltung strengster gesetzlicher Vorgaben. Eine falsche Besetzung kann fatale Folgen haben.
Das typische Hochrisiko-Szenario:
Eine Pflegedienstleitung plant den Dienst für eine Intensivstation. Sie muss garantieren, dass rund um die Uhr eine Mindestanzahl an Pflegefachkräften mit intensivmedizinischer Zusatzausbildung vor Ort ist. Gleichzeitig sind die gesetzlichen Ruhezeiten und die maximale Anzahl an Nachtdiensten am Stück penibel einzuhalten.
Die Lösung mit regelbasierter Software:
Die Qualifikationen jedes Mitarbeiters sind im System exakt hinterlegt. Beim Erstellen des Dienstplans schlägt die Software nur Personal vor, das die nötigen Zertifikate besitzt. Das Arbeitszeitgesetz ist als festes Regelwerk integriert. Versucht die Planerin, eine Regel zu brechen, erscheint sofort eine Warnung. Das ist keine Option, sondern ein Muss.
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Qualifikationsfilter: Stellt sicher, dass nur zertifiziertes Personal für Spezialaufgaben eingeteilt wird.
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Automatische Regelprüfung: Überwacht Pausen, Ruhezeiten und maximale Arbeitsstunden gnadenlos.
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Lückenlose Dokumentation: Jede Schicht wird exakt erfasst – eine saubere Grundlage für die Abrechnung und spätere Prüfungen.
Diese Beispiele machen eines deutlich: Die Wahl der richtigen Software für Personalplanung hängt zu 100 % von den spezifischen Hürden deiner Branche ab. Eine Standardlösung wird diesen Ansprüchen fast nie gerecht. Es lohnt sich, in ein System zu investieren, das deine Sprache spricht und deine Prozesse versteht.
Die Einführung von Personalplanungs-Software Schritt für Schritt
Die beste Software für Personalplanung zu finden, ist nur die halbe Miete. Ob die Umstellung wirklich ein Erfolg wird, entscheidet sich erst bei der Einführung im Unternehmen. Ein gut durchdachter Prozess ist hier Gold wert, damit die Umstellung rund läuft und das neue Werkzeug von Anfang an bei allen gut ankommt – bei den Planern genauso wie bei den Mitarbeitenden.
Klar ist: Die Einführung ist kein reines IT-Projekt. Es ist ein Prozess der Veränderung, der alle mit ins Boot holen muss. Ein mittelständischer Handwerksbetrieb, der von Zettelwirtschaft auf eine digitale Lösung umsteigt, hat dabei dieselben Hürden zu nehmen wie eine grosse Agentur. Daten müssen vorbereitet, das Team muss informiert und der Übergang klar geregelt werden.
Phase 1: Vorbereitung und Kommunikation
Noch bevor die erste Lizenz gebucht ist, fängt die entscheidende Arbeit an. Zuerst braucht es einen gründlichen Daten-Frühjahrsputz. Veraltete Mitarbeiterkontakte, falsche Arbeitszeitmodelle oder lückenhafte Qualifikationslisten sorgen später garantiert für Kopfschmerzen.
Stellen wir uns unseren Handwerksbetrieb vor: Der Meister klemmt sich hinter seine Ordner und prüft, ob alle Kontaktdaten noch stimmen und die vertraglichen Wochenstunden für jeden Gesellen und Azubi korrekt erfasst sind. Das ist die Basis.
Genauso wichtig: eine offene Kommunikation. Kündigen Sie die Umstellung frühzeitig an und erklären Sie dem Team, was es davon hat. Betonen Sie die konkreten Vorteile, die den Alltag leichter machen – zum Beispiel die unkomplizierte Urlaubsplanung per App oder endlich transparente Dienstpläne. Das baut Ängste ab und schafft Vertrauen.
Phase 2: Technische Einrichtung und Konfiguration
Jetzt wird es technisch. In diesem Schritt wird das Fundament für die gesamte zukünftige Planung gelegt.
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Import der Stammdaten: Alle frisch aufgeräumten Mitarbeiterdaten werden ins neue System gespielt. Dazu gehören Namen, Kontaktdaten, Vertragsdetails und natürlich die hinterlegten Qualifikationen.
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Definition der Regeln: Hier wird das System auf die Realität des Betriebs getrimmt. Arbeitszeitmodelle (Vollzeit, Teilzeit), gesetzliche Pausenregelungen und betriebliche Absprachen zu Überstunden – all das wird hier hinterlegt.
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Anlegen von Standorten und Abteilungen: Für den Handwerksbetrieb heisst das zum Beispiel, verschiedene Baustellen als eigene Einsatzorte anzulegen. So kann später geografisch exakt geplant werden.
Eine saubere Konfiguration am Anfang spart später unglaublich viel Zeit und verhindert ärgerliche Planungsfehler.
Phase 3: Schulung und Onboarding des Teams
Das beste Werkzeug nützt nichts, wenn niemand weiss, wie man es bedient. Deshalb ist die Schulung der Mitarbeitenden ein absolut kritischer Erfolgsfaktor. Am besten trennt man die Schulungen nach Zielgruppen.
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Für Planer (Meister, Disponenten): Ein intensiver Workshop, der alle administrativen Funktionen abdeckt. Wie lege ich neue Projekte an? Wie reagiere ich auf Krankmeldungen? Und wie erstelle ich am Monatsende die Auswertungen für die Lohnabrechnung?
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Für Mitarbeitende (Gesellen, Aushilfen): Hier reicht eine kurze, knackige Anleitung für die mobile App. Wie sehe ich meinen Dienstplan? Wie trage ich meine Verfügbarkeit ein? Wie stempel ich meine Arbeitszeit? Ein 15-minütiges Treffen oder ein kurzes Erklärvideo reichen oft völlig aus.
Diese Grafik zeigt schön, wie spezialisierte Software auf die ganz unterschiedlichen Abläufe in Branchen wie der Gastronomie, dem Gesundheitswesen oder der Eventplanung eingeht.

Man sieht sofort: Jede Branche tickt anders und hat ihre eigenen Prozesse, die eine gute Software einfach abbilden muss.
Phase 4: Go-Live und laufende Optimierung
Der Tag der Umstellung ist da – der Startschuss fällt. Legen Sie den "Go-Live" am besten auf einen ruhigen Zeitpunkt, zum Beispiel den Beginn einer neuen Woche. In der ersten Zeit ist es entscheidend, für Fragen da zu sein und aktiv nach Feedback zu fragen.
Eine Software-Einführung ist kein Projekt, das man abschliesst und vergisst. Es ist ein kontinuierlicher Prozess.
Oft zeigt sich erst nach ein paar Wochen, wo es noch hakt oder wo es Potenzial für Verbesserungen gibt. Vielleicht merkt der Handwerksmeister, dass eine bestimmte Pausenregel angepasst werden muss. Oder es fehlt eine neue Qualifikation für einen Spezialauftrag. Gute Software ist flexibel, lässt sich anpassen und wächst mit den Anforderungen des Unternehmens einfach mit.
Die Softwarebranche in der Schweiz unterstützt diesen Trend. Firmen planen, ihre Mitarbeiterzahl 2024 um über 4 % zu steigern. Dieses Wachstum, gerade im Bereich Standardsoftware, befeuert auch die Weiterentwicklung von Werkzeugen wie einer Software für Personalplanung. Mehr über das Wachstum und die Produktivität von Softwarefirmen in der Schweiz erfahren Sie auf netzwoche.ch.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Personalplanungs-Software
Wer zum ersten Mal über eine Software für die Personalplanung nachdenkt, hat oft ähnliche Fragen im Kopf. Kein Problem, dafür sind wir da. Hier geben wir Ihnen ehrliche und praxisnahe Antworten auf die häufigsten Überlegungen, damit Sie die richtige Entscheidung für Ihr Unternehmen treffen können.
Lohnt sich eine solche Software auch für kleine Unternehmen?
Ja, absolut. Gerade in kleinen Betrieben, wo jeder Einzelne mehrere Hüte aufhat, ist Zeit die knappste Ressource überhaupt. Der administrative Aufwand für die Dienstplanung, Urlaubsverwaltung und das mühsame Zusammenrechnen von Stunden ist prozentual oft sogar höher als in grossen Konzernen.
Eine gute Software nimmt Ihnen diese zeitraubenden Aufgaben ab und schenkt Ihnen wertvolle Stunden zurück, die Sie direkt ins Kerngeschäft stecken können. Denken Sie nur an ein Café mit acht Mitarbeitenden: Durch automatisierte Planung und Zeiterfassung sparen Sie locker zwei bis drei Stunden Büroarbeit pro Woche. Aufs Jahr gerechnet sind das über 100 Stunden gewonnene Zeit.
Ganz zu schweigen von den kostspieligen Fehlern, die durch ungenaue Stundenzettel bei der Lohnabrechnung entstehen. Ein sauberes System schafft Transparenz und Fairness, was die Zufriedenheit im Team spürbar steigert. Und keine Sorge: Viele Anbieter haben heute flexible Preismodelle, die auch für kleine Budgets absolut fair sind.
Wie sicher sind meine Mitarbeiterdaten in einer Cloud-Lösung?
Das ist eine der wichtigsten Fragen, und die Antwort ist beruhigend: Bei seriösen Anbietern sind Ihre Daten oft sicherer als auf dem eigenen Firmenrechner. Datenschutz, insbesondere die strikte Einhaltung der DSGVO, hat oberste Priorität.
Die Daten liegen nicht einfach irgendwo im Netz, sondern in hochsicheren, zertifizierten Rechenzentren – meistens direkt in der EU oder sogar in der Schweiz.
Mal ehrlich: Eine per E-Mail verschickte Excel-Liste oder ein Zettel im Büro ist wesentlich unsicherer als eine professionelle Cloud-Lösung, bei der jeder Zugriff protokolliert und verschlüsselt wird.
Jede Datenübertragung ist nach Bankenstandard verschlüsselt, und ein intelligentes Rollen- und Rechtekonzept regelt genau, wer was sehen darf. Ein normaler Mitarbeiter sieht nur seine eigenen Schichten und Daten. Ein Planer hat erweiterte Rechte, aber eben auch nur für seinen Bereich. So ist sichergestellt, dass sensible Informationen geschützt bleiben.
Kann ich bestehende Systeme wie die Lohnbuchhaltung anbinden?
Ja, und genau das ist einer der grössten Hebel für mehr Effizienz. Moderne Planungstools sind keine isolierten Inseln, sondern bieten offene Schnittstellen (APIs), um sich reibungslos mit Ihrer bestehenden Softwarelandschaft zu verbinden. Die wichtigste Anbindung ist fast immer die zur Lohnbuchhaltung.
Stellen Sie sich den Monatsabschluss vor: Statt Stundenlisten mühsam abzutippen und manuell in die Lohnsoftware zu übertragen, exportieren Sie alle relevanten Daten mit einem Klick.
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Alle sauber erfassten Arbeitsstunden
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Automatisch berechnete Überstunden
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Dokumentierte Absenzen wie Urlaub oder Krankheitstage
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Sämtliche Zuschläge für Nacht- oder Feiertagsarbeit
Diese Daten landen fehlerfrei und korrekt formatiert bei der Lohnabrechnung. Das eliminiert nicht nur eine extrem fehleranfällige Aufgabe, sondern spart Ihrer Personalabteilung unglaublich viel Zeit. Klären Sie also vor der Auswahl, ob es fertige Schnittstellen zu Ihren Programmen gibt oder diese unkompliziert eingerichtet werden können.
Wie aufwändig ist es, die Mitarbeiter für das neue Tool zu schulen?
Die gute Nachricht: Bei einer modernen, gut designten Software ist der Schulungsaufwand minimal. Die Zeiten komplizierter Programme mit dicken Handbüchern sind vorbei. Heutige Systeme, allen voran die mobilen Apps für die Mitarbeiter, sind so intuitiv wie die Social-Media-App, die jeder täglich nutzt.
Für Ihr Team beschränkt sich die "Schulung" meist auf wenige Minuten. Der Ablauf ist selbsterklärend: App herunterladen, einloggen, den eigenen Dienstplan sehen und Verfügbarkeiten für die nächste Woche eintragen. Fertig.
Für Planer und Admins braucht es natürlich eine etwas ausführlichere Einführung, um alle cleveren Funktionen und Einstellungen kennenzulernen. Gute Anbieter lassen Sie hier aber nicht allein und unterstützen Sie mit verständlichen Online-Tutorials, kurzen Webinaren oder einer persönlichen Einführung. Dieser überschaubare Aufwand zahlt sich durch die eingesparte Zeit schon nach wenigen Wochen aus.
Was passiert mit unseren Daten, wenn wir das Abo kündigen?
Eine absolut berechtigte Frage, die Sie immer stellen sollten. Ein seriöser Anbieter hat hierfür einen klaren und transparenten Prozess. Das Wichtigste vorweg: Sie sind und bleiben jederzeit der Eigentümer Ihrer Daten.
Wenn Sie den Vertrag beenden, bekommen Sie einen festgelegten Zeitraum, in dem Sie alle Ihre Daten bequem exportieren können. Dazu gehören Mitarbeiterstammdaten, Arbeitszeitnachweise, alte Dienstpläne und alles, was Sie für Ihre Archivierungspflichten benötigen. Normalerweise erhalten Sie diese Daten in einem gängigen Format wie CSV oder Excel, damit Sie sie problemlos weiterverwenden können.
Nach Ablauf dieser Frist werden Ihre Daten gemäss den DSGVO-Richtlinien sicher und unwiederbringlich von den Servern des Anbieters gelöscht. Achten Sie einfach darauf, dass diese Vorgehensweise klar in den Vertragsbedingungen festgehalten ist.
Sie sehen, eine Software für Personalplanung ist weit mehr als nur ein digitales Planungstool – sie ist ein strategischer Hebel, um Ihre Abläufe zu straffen und Ihr Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Wenn Sie bereit sind, das Zettelchaos endgültig hinter sich zu lassen, dann ist job.rocks genau die richtige Lösung für Sie.
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