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Mitarbeiterplanung für Messen: So stellst Du Dein erfolgreiches Team für Events zusammen

Eine gelungene Mitarbeiterplanung für Messen ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis einer klaren, ehrlichen Bedarfsanalyse. Bevor Du auch nur einen einzigen Dienstplan aufsetzt, musst Du ganz genau wissen, wen en wie viele Leute Du wirklich vor Ort brauchst. Diese erste Phase ist das Fundament für einen reibungslosen Ablauf, ein motiviertes Team und am Ende des Tages: Deinen Messeerfolg.

Das Fundament für Deinen Messeerfolg legen

Drei Personen in einem modernen Büro arbeiten an Präsentationen, betreuen ein Baby und organisieren Dokumente.

Dein Auftritt auf einer Messe steht und fällt mit den Menschen am Stand. Zu wenig Personal führt schnell zu überforderten Kollegen und enttäuschten Besuchern, die niemanden ansprechen können. Eine Überbesetzung hingegen treibt nur unnötig die Kosten in die Höhe. Der erste und wichtigste Schritt ist deshalb immer, den Personalbedarf realistisch zu ermitteln.

Quantitative Faktoren analysieren

Fangen wir mit den harten Zahlen an. Sie geben Dir eine erste, solide Basis für die Grösse Deines Messeteams. Sammle dafür am besten folgende Informationen:

  • Standgrösse: Als Faustregel kannst Du mit einer Person pro 10–15 Quadratmeter aktiver Gesprächsfläche rechnen. Ein 50-Quadratmeter-Stand braucht also mindestens drei bis vier Leute gleichzeitig, damit es nicht leer aussieht oder hektisch wird.
  • Öffnungszeiten der Messe: Wie viele Stunden ist die Messe täglich geöffnet? Das ist die Grundlage für Deine Schichtplanung und die Gesamtzahl der benötigten Arbeitsstunden.
  • Erwartete Besucherzahlen: Schau Dir die Daten vergangener Messen an. Gibt es typische Stosszeiten, etwa am ersten Tag oder um die Mittagszeit? Für diese Phasen solltest Du Puffer einplanen und zusätzliches Personal bereithalten.

Stell Dir vor, Du planst für eine Fachmesse, die von 9 bis 18 Uhr geht. Die Erfahrung zeigt, dass zwischen 10 und 14 Uhr der grösste Andrang herrscht. Für diese vier Stunden macht es absolut Sinn, die Besetzung um mindestens eine Person aufzustocken. So vermeidest Du lange Wartezeiten für wertvolle Interessenten.

Qualitative Aspekte berücksichtigen

Zahlen allein erzählen aber nur die halbe Geschichte. Die Art Deiner Produkte oder Dienstleistungen und Deine konkreten Messeziele spielen eine mindestens genauso grosse Rolle. Diese "weichen" Faktoren musst Du unbedingt in Deine Überlegungen einbeziehen.

Eine gute Personalplanung berücksichtigt nicht nur die Anzahl der Köpfe, sondern vor allem die spezifischen Fähigkeiten, die für den Erfolg am Stand entscheidend sind. Es geht darum, zur richtigen Zeit die richtige Expertise bereitzuhalten.

Überleg Dir ganz genau, welche Rollen Du am Stand besetzen musst. Jede Position erfüllt eine bestimmte Funktion und trägt zum Gesamterfolg bei.

Unverzichtbare Rollen am Messestand definieren

Ein professionelles Messeteam besteht eben nicht nur aus Verkäufern. Um kompetent aufzutreten und wirklich alle Anfragen bedienen zu können, brauchst Du eine gute Mischung aus verschiedenen Talenten.

Praktische Beispiele für Kernrollen:

  • Der Standleiter: Das ist die Person, die den Hut aufhat. Sie behält den Überblick, koordiniert das Team vor Ort, löst Probleme und ist der zentrale Ansprechpartner für die Messeorganisation. Ihre Aufgabe ist es auch, die Motivation hochzuhalten und die Ziele im Auge zu behalten.
  • Der Vertriebsprofi: Er ist darauf spezialisiert, qualifizierte Gespräche zu führen, Leads zu generieren und potenzielle Kunden zu identifizieren. Je nach Standgrösse brauchst Du davon natürlich mehrere.
  • Der Produktexperte oder Techniker: Besonders bei erklärungsbedürftigen oder technischen Produkten ist diese Rolle Gold wert. Er kann tiefgehende Fragen beantworten, Live-Demos zeigen und technische Details erklären, bei denen ein reiner Verkäufer an seine Grenzen stösst.
  • Die Servicekraft oder der Host: Er oder sie ist oft der erste Kontaktpunkt. Diese Person begrüsst die Besucher, kümmert sich um Getränke und Snacks, verteilt Infomaterial und sorgt für eine einladende Atmosphäre. Damit hält sie dem Fachpersonal den Rücken frei.

Wenn Du diese quantitativen und qualitativen Analysen kombinierst, bekommst Du ein klares, realistisches Bild Deines Personalbedarfs. Diese sorgfältige Vorarbeit ist der Schlüssel für eine wirksame Personalplanung auf Messen und verhindert teure Fehler oder verpasste Chancen.

Das richtige Team für den Messestand zusammenstellen

Drei Kollegen diskutieren eine Aufgabenliste mit Haken und Fragezeichen; zwei sitzen am Tisch, einer steht am Flipchart.

Nachdem der Personalbedarf steht, kommt die Königsdisziplin: die Auswahl der richtigen Leute. Denn eines ist klar: Dein Messeteam ist Dein Unternehmen vor Ort. Ihre Kompetenz und ihr Auftreten entscheiden, ob ein Besucher zum wertvollen Lead wird oder achtlos weitergeht.

Eine sorgfältige Auswahl ist deshalb keine Option, sondern eine absolute Notwendigkeit. Du brauchst eine Mannschaft, die nicht nur fachlich glänzt, sondern auch menschlich zum Event passt und den anstrengenden Messetrubel meistert.

Das Anforderungsprofil als Kompass

Der erste und wichtigste Schritt ist, ein detailliertes Anforderungsprofil für jede einzelne Rolle am Stand zu erstellen. Dieses Dokument ist Dein Kompass für den gesamten Auswahlprozess. Es sorgt dafür, dass Du nicht aus dem Bauch heraus entscheidest, sondern systematisch die besten Kandidaten findest.

Ein gutes Profil geht weit über reine Fachkenntnisse hinaus. Gerade auf einer belebten Messe sind soziale Kompetenzen oft das Zünglein an der Waage. Dein Team muss unter Druck funktionieren, proaktiv auf Menschen zugehen und dabei immer professionell und freundlich bleiben.

Für ein glasklares Bild solltest Du diese beiden Bereiche abdecken:

  • Fachliche Kompetenzen: Welches Produktwissen ist unverzichtbar? Werden bestimmte Sprachkenntnisse gebraucht? Wie viel Erfahrung im Vertrieb oder in der Kundenberatung ist ein Muss?
  • Soziale Kompetenzen: Brauchst Du extrovertierte "Türöffner", die aktiv auf Besucher zugehen, oder eher geduldige Berater für tiefgehende Fachgespräche? Belastbarkeit und eine hohe Serviceorientierung sind auf fast jeder Messe ein Muss.

Ein durchdachtes Anforderungsprofil verhindert teure Fehlbesetzungen. Es zwingt Dich, im Vorfeld glasklar zu definieren, welche Fähigkeiten wirklich zählen, und hilft Dir, Kandidaten objektiv zu vergleichen.

Wenn Du tiefer in die Materie einsteigen willst, haben wir einen Ratgeber, der Dir zeigt, wie Du ein präzises Anforderungsprofil erstellen kannst, das Dir die Suche massiv erleichtert.

Interne Talente oder externe Profis?

Mit dem fertigen Profil in der Hand beginnt die eigentliche Suche. Grundsätzlich hast Du zwei Wege: Du greifst auf interne Mitarbeiter zurück oder buchst externe Kräfte über spezialisierte Agenturen. Oft ist ein Mix aus beidem die schlagkräftigste Lösung.

Interne Mitarbeiter
Der grösste Vorteil liegt auf der Hand: Sie kennen das Unternehmen, die Produkte und die Kultur in- und auswendig. Schau dabei nicht nur in den Vertrieb! Oft schlummern im Marketing, im Produktmanagement oder sogar in der Entwicklung echte Talente, die für einen Messeauftritt brennen.

Externe Messeprofis
Spezialisierte Hosts, Promoter oder Moderatoren bringen jede Menge Erfahrung mit. Sie sind es gewohnt, auf fremde Menschen zuzugehen, und brauchen nur eine kurze Einarbeitung in Deine Produkte. Sie können eine grossartige Ergänzung sein, um Dein Kernteam zu entlasten und für konstante Präsenz zu sorgen.

So sieht der Auswahlprozess in der Praxis aus

Stell Dir vor, Du suchst einen Produktexperten für eine Technikmesse. Dein Anforderungsprofil verlangt nicht nur tiefes technisches Wissen, sondern auch die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte kinderleicht zu erklären.

Im Auswahlgespräch – egal ob intern oder extern – solltest Du genau das auf den Prüfstand stellen.

  • Frage zur Fachkompetenz: "Erklären Sie mir unser neues XY-Feature so, als wäre ich ein Kunde, der noch nie davon gehört hat."
  • Frage zur Belastbarkeit: "Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie es mit einem sehr kritischen oder unzufriedenen Kunden zu tun hatten. Wie haben Sie reagiert?"
  • Frage zur Motivation: "Was reizt Sie besonders daran, für uns auf dieser Messe im Einsatz zu sein?"

Achte dabei nicht nur auf die Worte, sondern auch auf die Körpersprache und das allgemeine Auftreten. Ein professioneller und engagierter Eindruck ist oft der beste Indikator für einen erfolgreichen Messeeinsatz. So stellst Du sicher, dass Dein Team Dein Unternehmen bestmöglich repräsentiert und aktiv dazu beiträgt, Deine Messeziele zu erreichen.

Den Dienstplan für Messetage clever gestalten

Ein gelungener Messeauftritt hängt nicht nur davon ab, wer am Stand steht, sondern vor allem auch wann. Eine durchdachte Schichtplanung ist das Herzstück Deiner Mitarbeiterplanung für Messen. Sie sorgt dafür, dass Dein Team über den gesamten Zeitraum motiviert, energiegeladen und leistungsfähig bleibt. Ein lieblos zusammengeschusterter Plan führt unweigerlich zu müden Mitarbeitern, unbesetzten Zonen und letztlich zu verpassten Chancen.

Ein fairer und clever gestalteter Dienstplan ist eben viel mehr als nur eine Excel-Tabelle. Er ist ein strategisches Instrument, das die Energie Deines Teams lenkt und sicherstellt, dass Dein Stand zu jeder Zeit einladend und kompetent besetzt ist.

Gesetzliche Rahmenbedingungen einhalten

Bevor Du Dich in die kreative Planung stürzt, musst Du die rechtlichen Spielregeln kennen. In Deutschland ist das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) Dein unumgänglicher Leitfaden. Wer hier schludert, riskiert nicht nur unzufriedene Mitarbeiter, sondern auch empfindliche rechtliche Konsequenzen.

Hier die wichtigsten Punkte, die Du auf dem Schirm haben musst:

  • Höchstarbeitszeit: Die tägliche Arbeitszeit darf 8 Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von 6 Monaten im Schnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Messetage sind lang, achte also genau darauf.
  • Pausenregelung: Die Pausen sind klar geregelt. Bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden sind 30 Minuten Pause Pflicht. Bei mehr als 9 Stunden müssen es 45 Minuten sein. Diese Pausen sind für die Erholung und Konzentration unentbehrlich.
  • Ruhezeiten: Zwischen zwei Arbeitseinsätzen müssen Mitarbeitern mindestens 11 Stunden ununterbrochene Ruhezeit gewährt werden. Gerade bei mehrtägigen Messen ist das ein kritischer Faktor, den Du von Anfang an einplanen musst.

Diese Regeln sind kein Hindernis, sondern ein wichtiger Schutzmechanismus. Ein ausgeruhtes Team ist ein produktives Team. Integriere diese Vorgaben also von Anfang an fest in Deine Planung.

Schichtmodelle für maximale Wirkung entwickeln

Ein guter Schichtplan ist flexibel und orientiert sich am erwarteten Besucheraufkommen. Ein starrer 8-Stunden-Block für jeden ist fast immer die schlechteste Lösung. Viel besser ist es, Modelle zu entwickeln, die auf die typische Dynamik der Messe zugeschnitten sind.

Dein Ziel sollte es sein, die Standbesetzung an die "Pulskurve" der Messe anzupassen. Mehr Personal während der Stosszeiten, eine solide Grundbesetzung in ruhigeren Phasen – das ist der Schlüssel zu einem guten Plan.

Überlege Dir zum Beispiel, mit überlappenden Schichten zu arbeiten. Ein Kernteam könnte den ganzen Tag vor Ort sein, während zusätzliche Kräfte gezielt für die besucherstarken Stunden – sagen wir zwischen 10:00 und 15:00 Uhr – dazukommen. So stellst Du eine lückenlose Besetzung sicher und ermöglichst gleichzeitig, dass jeder mal durchatmen und sich kurz zurückziehen kann.

Praktisches Beispiel für einen Schichtplan

Machen wir es konkret: Stell Dir vor, Du planst einen dreitägigen Messeeinsatz mit einem 8-köpfigen Team. Die Messe ist täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Dein Team besteht aus einem Standleiter, drei Vertriebsprofis, zwei Produktexperten und zwei Servicekräften.

Ein möglicher Plan könnte so strukturiert sein:

Zeitfenster Tag 1 (Dienstag) Tag 2 (Mittwoch) Tag 3 (Donnerstag)
08:30–13:30 Standleiter, 2 Vertrieb, 1 Experte, 1 Service Standleiter, 2 Vertrieb, 1 Experte, 1 Service Standleiter, 2 Vertrieb, 1 Experte, 1 Service
13:00–18:30 1 Vertrieb, 1 Experte, 1 Service 1 Vertrieb, 1 Experte, 1 Service 1 Vertrieb, 1 Experte, 1 Service
Flex-Kraft 1 Vertrieb (10–15 Uhr) 1 Vertrieb (10–15 Uhr) 1 Vertrieb (10–15 Uhr)

Dieses Modell sorgt für eine bewusste Überlappung zur Mittagszeit. Das ermöglicht einen reibungslosen Schichtwechsel und gibt dem Team Zeit für kurze, aber wichtige Abstimmungen. Die zusätzliche Flex-Kraft fängt die erwartete Mittagsspitze souverän ab.

Digitale Helfer für die Planung nutzen

Ganz ehrlich: Die manuelle Erstellung solcher Pläne in Excel kann schnell zu einem Albtraum werden, besonders wenn kurzfristige Änderungen dazukommen. Moderne Softwarelösungen nehmen Dir hier unglaublich viel Arbeit ab und reduzieren die Fehlerquote dramatisch.

Spezialisierte Software ermöglicht es, Arbeitspläne dynamisch zu erstellen – basierend auf dem tatsächlichen Bedarf und den Qualifikationen der Mitarbeiter. Das führt zu einer faireren Arbeitslast und mehr Zufriedenheit.

Vergleich von Planungsmethoden

Die Entscheidung zwischen einer Excel-Liste und einer spezialisierten Software hat weitreichende Folgen für die Flexibilität Deiner Messeplanung. Hier eine kurze Gegenüberstellung:

Merkmal Manuelle Planung (Excel) Spezialisierte Software
Flexibilität bei Änderungen Gering, fehleranfällig, jede Änderung erfordert manuelle Anpassungen. Hoch, Änderungen werden in Echtzeit synchronisiert und Konflikte automatisch erkannt.
Communicatie Umständlich per E-Mail oder Messenger; Versionenchaos ist vorprogrammiert. Zentralisiert über eine App; jeder hat sofort den aktuellen Plan.
Gesetzeskonformität Manuelle Prüfung von Pausen, Ruhezeiten etc. ist mühsam und riskant. Automatische Warnungen bei Verstössen gegen das Arbeitszeitgesetz.
Verfügbarkeitsabfrage Zeitaufwändig durch separate Abfragen und manuelles Übertragen. Mitarbeiter können ihre Verfügbarkeiten direkt im System eintragen.
Qualifikations-Matching Kein automatischer Abgleich; man muss die Fähigkeiten jedes Einzelnen im Kopf haben. Filterfunktionen ermöglichen die gezielte Zuweisung nach Skills.

Während Excel für den allerersten Entwurf vielleicht noch ausreicht, stösst es in der dynamischen Realität eines Messeeinsatzes schnell an seine Grenzen.

Solche Systeme vereinfachen die Mitarbeiterplanung für Messen enorm. Sie ermöglichen es Dir, Verfügbarkeiten abzufragen, Qualifikationen zu berücksichtigen und Schichten per Klick zuzuweisen. Eine umfassende Lösung für die Personeelsplanning kann Dir dabei helfen, den gesamten Prozess von der Planung bis zur Abrechnung zu automatisieren. Mitarbeiter können Änderungen oder Wünsche direkt über eine App einreichen – das spart Dir wertvolle Zeit und erhöht die Flexibilität für alle Beteiligten.

Das Team vor der Messe richtig vorbereiten

Ein perfekt ausgearbeiteter Dienstplan ist nur die halbe Miete. Wenn Dein Team nicht genau weiss, was von ihm erwartet wird, verpufft das ganze Potenzial Deines Messeauftritts. Eine gezielte Vorbereitung ist kein "Nice-to-have" – sie ist der entscheidende Schritt, damit alle am gleichen Strang ziehen und Deine Unternehmensbotschaft überzeugend rüberbringen.

Ohne ein klares Briefing agiert jeder Mitarbeiter nur nach bestem Wissen und Gewissen. Das Ergebnis? Widersprüchliche Aussagen, verpasste Chancen und ein unprofessioneller Gesamteindruck. Deine Mitarbeiterplanung für Messen muss also zwingend einen sauberen Vorbereitungsprozess beinhalten.

Die Basis für alles Weitere ist natürlich ein strukturierter Plan. Die folgende Grafik skizziert den grundlegenden Weg dorthin.

Workflow-Diagramm: Uhr, Person und Laptop in einem Prozess zur Mitarbeiterplanung dargestellt.

Dieser Ablauf – von der Definition der Zeitfenster bis zur Zuweisung per digitalem Tool – schafft die organisatorische Grundlage, auf der Du jetzt aufbauen kannst.

Das Messe-Briefing als zentrales Element

Das Herzstück jeder Vorbereitung ist ein knackiges, umfassendes Messe-Briefing. Hier holst Du alle ins Boot und bringst sie auf einen Nenner. Es ist die perfekte Gelegenheit, das Team zu motivieren und ein echtes Wir-Gefühl zu schaffen.

Ein wirksames Briefing sollte mindestens diese Punkte abdecken:

  • Ziele des Messeauftritts: Was genau wollt ihr erreichen? Geht es um die Gewinnung von 150 qualifizierten Leads, die Vorstellung eines neuen Produkts oder die Stärkung der Marke in einer neuen Region? Nur wer das Ziel kennt, findet den Weg.
  • Kernbotschaften und Elevator Pitch: Jeder im Team muss in 30 Sekunden erklären können, wer ihr seid, was ihr anbietet und welches Problem ihr für den Kunden löst. Übt diesen Pitch gemeinsam, bis er sitzt.
  • Produkt-Highlights: Welche Merkmale und Vorteile sind dieses Mal besonders wichtig? Konzentriert Euch auf die schlagkräftigsten Argumente, die bei Eurer Zielgruppe wirklich ankommen.
  • Verhaltensregeln am Stand: Wie begrüsst ihr Besucher? Wie sprecht ihr sie aktiv an, ohne aufdringlich zu wirken? Klärt auch den Dresscode, Pausenregeln und den Umgang mit dem Handy am Stand.

Interaktives Training statt Frontalvortrag

Mal ehrlich: Niemand erinnert sich an einen zweistündigen Monolog. Gestalte Deine Schulung interaktiv und so praxisnah wie möglich. Rollenspiele sind eine hervorragende Methode, um typische Gesprächssituationen zu simulieren.

Ein Teammitglied spielt den skeptischen Kunden, ein anderes den neugierigen Interessenten. So lernt Dein Team, auf verschiedene Kundentypen einzugehen, Einwände zu entkräften und Gespräche souverän in die gewünschte Richtung zu lenken.

Dieser spielerische Ansatz baut Hemmungen ab und gibt jedem die Sicherheit, die er für den echten Einsatz braucht. Um Wissen flexibel und effektiv zu vermitteln, kannst Du zusätzlich auf moderne Online-Schulungen zurückgreifen.

Die Logistik im Griff haben

Zur Vorbereitung gehört auch, dass die gesamte Logistik für das Team reibungslos läuft. Nichts ist demotivierender als Stress wegen organisatorischer Pannen. Sorge dafür, dass jeder rechtzeitig alle wichtigen Informationen hat.

Checkliste für die logistische Organisation:

  • Team-Kleidung: Ist die Kleidung für jeden in der richtigen Grösse bestellt und rechtzeitig verteilt?
  • Anreise und Unterkunft: Sind die Reisepläne klar? Weiss jeder, wie er zur Messe und zum Hotel kommt?
  • Kontaktdaten: Erstelle eine Liste mit den Handynummern aller Teammitglieder und des Standleiters. So ist im Notfall jeder erreichbar.
  • Messe-Unterlagen: Hat jeder Zugang zu wichtigen Dokumenten wie Preislisten, Broschüren oder dem Lead-Erfassungsbogen?

Eine durchdachte Vorbereitung gibt Deinem Team nicht nur das nötige Wissen an die Hand, sondern auch das Selbstvertrauen, um am Messestand zu glänzen. Dieser Aufwand zahlt sich garantiert aus – in Form von motivierten Mitarbeitern und besseren Ergebnissen.

Vor Ort alles im Griff: Den Messeeinsatz managen und nachbereiten

Der Startschuss ist gefallen, der Messestand brummt – jetzt geht es in die heisse Phase. Eine clevere Mitarbeiterplanung für Messen hört aber nicht beim fertigen Dienstplan auf. Wie Du Dein Team vor Ort führst und koordinierst, entscheidet am Ende darüber, ob die PS auch wirklich auf die Strasse kommen und die Ziele erreicht werden.

Und wenn die Lichter ausgehen? Dann ist die Arbeit noch lange nicht vorbei. Eine saubere Nachbereitung liefert Dir pures Gold für den nächsten Event und stellt sicher, dass auch administrativ alles glattläuft.

Die Rolle des Standleiters: Mehr als nur ein Chef

Der Standleiter ist das Herzstück des Messeauftritts. Er ist nicht nur Organisator, sondern gleichzeitig Coach, spontaner Problemlöser und Motivator. Seine Mission: für einen reibungslosen Ablauf sorgen und das Team fokussiert und bei guter Laune halten.

Ein absolutes Muss sind tägliche Morgen-Briefings. Ein kurzes, knackiges 10-Minuten-Meeting vor Messebeginn reicht völlig aus, um alle auf den Tag einzuschwören.

Was in ein Morgen-Briefing gehört:

  • Klares Tagesziel: "Okay Leute, heute legen wir den Fokus voll auf unser neues Produkt X. Unser Ziel: mindestens 20 qualifizierte Gespräche dazu führen. Packen wir's an!"
  • Besondere Termine: "Wichtig: Um 11 Uhr kommt eine angemeldete Journalistengruppe. Lisa, Du übernimmst bitte die Führung, ja?"
  • Ein Schuss Motivation: Ein ehrliches Lob für die Leistung vom Vortag kann Wunder wirken. Das gibt dem Team die nötige Energie für einen langen Messetag.

Ein guter Standleiter führt nicht von oben herab, er packt mit an. Er springt ein, wenn ein Gesprächspartner fehlt, achtet darauf, dass die Pausen auch wirklich genommen werden, und hat immer ein offenes Ohr.

Zeit und Spesen: Sauber abrechnen ohne Zettelchaos

Wer will sich nach einem anstrengenden Messetag schon mit unleserlichen Stundenzetteln oder verlorenen Belegen herumschlagen? Niemand. Eine transparente und kinderleichte Erfassung von Arbeitszeiten und Spesen ist nicht nur für die Lohnbuchhaltung wichtig – sie ist ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber Deinem Team.

Stell Dir vor, ein Mitarbeiter muss spontan ein Taxi für einen wichtigen Kunden organisieren. Ohne einen klaren Prozess für die Spesenabrechnung riskiert er, auf den Kosten sitzenzubleiben. Das demotiviert und schafft Misstrauen.

Checkliste für die administrative Abwicklung:

  • Digitale Zeiterfassung: Nutze eine App, über die sich Mitarbeiter einfach per Smartphone ein- und ausstempeln. Das ist präzise, fair und erspart Dir lästiges Nachtragen.
  • Klare Spesenregeln: Definiere vorab glasklar, welche Ausgaben (Verpflegungspauschalen, Fahrtkosten etc.) bis zu welcher Höhe erstattet werden. Ein simples Formular oder eine App-Funktion machen es allen leichter.
  • Belege digitalisieren: Die einfachste Regel: Jeden Beleg sofort mit dem Handy abfotografieren und hochladen. So geht nichts verloren und die Abrechnung ist im Nu erledigt.

Eine moderne Mitarbeiter-App für die Einsatzplanung bündelt diese Funktionen clever an einem Ort. Das macht nicht nur Dir das Leben leichter, sondern gibt auch dem Team die Sicherheit, dass alles korrekt und transparent abläuft.

Nach der Messe ist vor der Messe: Feedback einholen

Der Einsatz ist geschafft, alle sind erschöpft, aber im besten Fall glücklich. Jetzt folgt ein Schritt, der oft vergessen wird, aber extrem wertvoll ist: das Feedback. Nur wenn Du weisst, was super lief und wo es geknirscht hat, kannst Du die Planung für den nächsten Event wirklich besser machen.

Dein Team war an vorderster Front und hat unbezahlbare Eindrücke gesammelt – dieses Wissen musst Du anzapfen! Eine kurze, anonyme Umfrage ist oft der beste Weg, um ehrliches und konstruktives Feedback zu bekommen.

Beispiel für einen Feedback-Bogen

Ein guter Feedback-Bogen fragt gezielt nach verschiedenen Aspekten des Einsatzes. Gib Deinem Team eine Skala zur Bewertung und lass Platz für offene Kommentare – dort stecken oft die besten Ideen.

Frage Bewertung (1 = schlecht, 5 = super) Dein offener Kommentar
Wie gut war die Organisation im Vorfeld (Briefing, Infos)? 1 – 2 – 3 – 4 – 5 Was hat Dir besonders gut gefallen oder gefehlt?
Wie fair und sinnvoll fandest Du den Dienstplan? 1 – 2 – 3 – 4 – 5 Hattest Du genug Pausen und Zeit zur Erholung?
Wie war der Zusammenhalt und die Stimmung im Team? 1 – 2 – 3 – 4 – 5 Was können wir tun, um das Teamgefühl noch zu stärken?
Hattest Du alle Materialien und Infos, die Du am Stand brauchtest? 1 – 2 – 3 – 4 – 5 Fehlte Dir etwas, um Deine Arbeit noch besser zu machen?

Diese strukturierte Nachbereitung ist keine lästige Pflicht, sondern eine smarte Investition in die Zukunft. Sie hilft Dir, Deine Mitarbeiterplanung für Messen Schritt für Schritt zu professionalisieren und aus jedem Event das Maximum herauszuholen.

Die brennendsten Fragen zur Personalplanung für Messen

Du hast die Strategie, jetzt kommen die Details. Hier beantworte ich die typischen Fragen, die im Messealltag immer wieder auftauchen. Mit diesen praxiserprobten Antworten bist Du für die heissen Phasen Deiner Mitarbeiterplanung bei Messen bestens gewappnet.

Wie viele Mitarbeiter brauche ich pro Quadratmeter?

Eine starre Formel gibt es nicht, aber als Faustregel hat sich bewährt: Plane mit einem Mitarbeiter pro 10–15 Quadratmeter aktiver Standfläche. Damit sorgst Du dafür, dass Dein Stand belebt wirkt und jeder Besucher schnell einen Ansprechpartner findet.

Viel entscheidender als die reine Quadratmeterzahl sind aber die erwarteten Besucherströme und die Anzahl Deiner Gesprächsstationen.

Für die typischen Stosszeiten – wie der späte Vormittag oder der erste Messetag – solltest Du immer mindestens eine Person als Puffer einplanen. Diese Reserve ist Gold wert, denn sie ermöglicht Pausen und verhindert, dass Dein Team bei grossem Andrang überfordert ist.

Schau Dir die Besucherfrequenzen vergangener Messen an, um Deinen Bedarf noch genauer zu bestimmen. So findest Du die perfekte Balance zwischen Präsenz und einem guten Plan.

Was mache ich bei einem kurzfristigen Ausfall?

Ein Krankheitsfall am ersten Messetag – der absolute Klassiker und ohne Notfallplan eine kleine Katastrophe. Der Schlüssel liegt, wie so oft, in der Vorbereitung.

Lege schon im Vorfeld einen Pool an "Stand-by"-Mitarbeitern fest, die im Ernstfall einspringen können. Das können Kollegen aus dem Innendienst sein, die zumindest ein Basis-Briefing zu den Messeprodukten und -zielen erhalten haben.

Die wichtigsten Schritte für den Notfall:

  • Kontaktliste griffbereit halten: Eine stets aktuelle Liste mit den Handynummern aller Teammitglieder und der potenziellen Ersatzkräfte ist unverzichtbar.
  • Digitale Tools nutzen: Moderne Planungstools sind hier Dein Rettungsanker. Sie zeigen Dir auf einen Blick, welche Mitarbeiter mit den passenden Qualifikationen verfügbar wären. So schliesst Du Lücken schnell und gezielt, statt in Panik zu verfallen.

Ein solider Notfallplan nimmt Dir den Stress und sorgt dafür, dass Dein Messeauftritt auch bei unerwarteten Turbulenzen professionell und reibungslos weiterläuft.

Wie messe ich den Erfolg des Personaleinsatzes?

Der Erfolg Deines Messeteams ist kein Bauchgefühl, sondern lässt sich anhand konkreter Kennzahlen messen. So machst Du den Beitrag Deines Personals endlich sichtbar und kannst zukünftige Einsätze gezielt verbessern.

Harte Fakten (Quantitative Kennzahlen):

  • Anzahl der geführten, qualifizierten Gespräche (Leads) pro Mitarbeiter.
  • Anzahl der vereinbarten Folgetermine oder sogar direkten Verkaufsabschlüsse.
  • Anzahl der durchgeführten Produkt-Demos am Stand.

Weiche Faktoren (Qualitative Aspekte):

  • Team-Feedback: Hol Dir nach der Messe gezielt das Feedback Deines Teams ein. Frag nach ihren Erfahrungen, den grössten Herausforderungen und konkreten Verbesserungsvorschlägen.
  • Besucher-Feedback: Wenn es die Situation erlaubt, frag Besucher direkt nach ihrer Erfahrung und der Beratungsqualität am Stand.

Analysiere, welche Teammitglieder die meisten qualifizierten Leads generiert haben. Das hilft Dir, die individuellen Stärken zu erkennen und sie bei der nächsten Mitarbeiterplanung für Messen noch passgenauer einzusetzen. So wird jedes Event zu einer Lernkurve, die Dich stetig besser macht.


Bereit, Deine Mitarbeiterplanung vom Zettelchaos ins digitale Zeitalter zu heben? Mit job.rocks automatisierst Du den gesamten Prozess – von der Verfügbarkeitsabfrage bis zur Zeiterfassung. Entdecke jetzt, wie Du wertvolle Zeit sparst und Dein Messeteam perfekt aufstellst: https://job.rocks


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Dienstplan Messe, Event Personal, Messepersonal planen, Mitarbeiterplanung Messen, Personaleinsatzplanung Events


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